Sieben Tote - Ausgangssperren
Unruhen in Indien breiten sich aus

Nach dem Brandanschlag auf einen Zug mit Hindus haben sich die Unruhen zwischen Hindus und Moslems im westindischen Bundesstaat Gujarat ausgeweitet. Mindestens sieben Menschen kamen am Donnerstag ums Leben.

dpa NEU DELHI. Reporter berichteten, die Gewalt richte sich gegen Moslems. Wütende Menschenmengen wollten Rache für den Brandanschlag nehmen, bei dem am Mittwoch 58 Menschen verbrannt waren.

Ein Hotel und Läden, die Moslems gehörten, wurden in Ahmedabad in Brand gesteckt. Auch Autos brannten. Aus den Städten Rajkot, Surat, Bharuch und Vadodara wurden ebenfalls Unruhen gemeldet. Die Behörden verhängten Ausgangssperren. Das berichteten die indischen Medien.

Der "Welt-Hindu-Rat" VHP hatte zu Protesten in ganz Gujarat aufgerufen. Der Brandanschlag auf den Zug mit Hindus in Godhra sei geplant gewesen, berichtete die Zeitung "Asian Age" unter Berufung auf die Behörden. Eine Menge von 1 500 Menschen habe den Zug angegriffen. Es sollen Moslems gewesen sein.

Die Täter hätten den Zug mit der Notbremse gestoppt, nachdem er den Bahnhof verlassen hatte. Die Menge warf Steine. Als die Scheiben zerbrochen waren, warfen die Täter Benzin in den Zug, dessen Fenster vergittert waren, und zündeten ihn an. Die Polizei nahm 52 Verdächtige fest, von denen zwei maßgeblich an dem Anschlag beteiligt gewesen sein sollen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%