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Sieben Tote bei Anschlag in Bagdad

Bei einem Selbstmordanschlag sind am Montag in Bagdad sieben Menschen ums Leben gekommen. 17 Iraker wurden nach Krankenhausangaben verletzt. Unter den Opfern sind Mitglieder der Nationalgarde. Wie ein US-Armeesprecher mitteilte, kamen keine US- Soldaten zu Schaden.

dpa BAGDAD. Bei einem Selbstmordanschlag sind am Montag in Bagdad sieben Menschen ums Leben gekommen. 17 Iraker wurden nach Krankenhausangaben verletzt. Unter den Opfern sind Mitglieder der Nationalgarde. Wie ein US-Armeesprecher mitteilte, kamen keine US- Soldaten zu Schaden.

Zu dem Anschlag am Jahrestag der Gefangennahme von Saddam Hussein bekannte sich auf einer Islamisten-Internetseite die Gruppe des jordanischen Terroristen Abu Mussab al-Sarkawi. Der gestürzte irakische Machthaber war am 13. Dezember 2003 von US- Soldaten in der Nähe seiner Heimatstadt Tikrit seinem Versteck in einem Erdloch gezogen worden.

Nach Augenzeugenberichten detonierte die Autobombe in Bagdad neben einem Stützpunkt der irakischen Nationalgarde unweit der so genannten Grünen Zone, wo die Übergangsregierung und die US-Verwaltung ihren Sitz haben. Bei einer weiteren Explosion im Norden der irakischen Hauptstadt wurden nach US-Angaben drei amerikanische Soldaten und ein irakischer Zivilist verletzt.

Bei einem Anschlag in der Nähe der Stadt Balad im so genannten sunnitischen Dreieck kamen zwei US-Soldaten ums Leben, zwei weitere wurden verletzt. Wie das US-Militär weiter mitteilte, töteten Aufständische in der Provinz Al-Anbar westlich von Bagdad am Vortag sieben US-Marineinfanteristen.

Bei einem Gefecht mit einer Gruppe bewaffneter Eindringlinge an der Grenze zu Saudi-Arabien starb ein irakischer Grenzwächter, drei weitere wurden verletzt. Der Kommandeur der Grenzkontrolleinheit sagte, sie hätten in Al-Husseini versucht, illegal einzureisen.

Iraks Übergangspräsident Ghasi Al-Jawar kritisierte unterdessen die USA und Großbritannien wegen der von ihnen nach dem Krieg angeordneten Auflösung der irakischen Armee. Dies sei ein großer Fehler gewesen und habe ein Sicherheitsvakuum geschaffen, das nun schwer zu füllen sei, erklärte er in einem BBC-Interview.

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