Sieben Tote, mehrere Verletzte
Israels Armee rückt in Hebron ein

Israelische Panzer sind am Montagmorgen nach Angaben aus palästinensischen Sicherheitskreisen in Hebron im Westjordanland eingerückt. Sieben Menschen seien getötet und mehrere verletzt worden.

Reuters HEBRON. Dutzende israelische Panzer seien im Morgengrauen unterstützt von gepanzerten Fahrzeugen und Kampfhubschraubern in die Stadt eingerückt und hätten mit Maschinengewehren das Feuer eröffnet, berichteten Augenzeugen. Sieben Menschen seien erschossen und mindestens fünf Menschen verletzt. Die Truppen seien aus zwei Richtungen eingerückt. Die Truppen hätten Häuser durchsucht und verdächtige Palästinenser festgenommen.

Die Armee teilte mit, sie reagiere mit dem Einsatz auf eine Reihe von Anschlägen, die ihren Ursprung in der Gegend um Hebron hätten. Am Samstag hatten Palästinenser bei einem Überfall auf eine jüdische Siedlung in Hebron vier Israelis getötet, darunter ein fünfjähriges Mädchen. "Die Armee hat eine Operation in der Stadt begonnen, die die Festnahme von Terroristen und die Suche nach Munition zum Ziel hat. Es wird erwartet, dass der Einsatz in Kürze beendet wird und er ist nicht als Schlag gegen die palästinensische Autonomiebehörde gedacht", hieß es in einer Erklärung.

Hebron ist die einzige große Stadt im Westjordanland, die Israel während seiner jüngsten Offensive nicht besetzt hatte. In der Stadt leben etwa 400 Israelis in schwer bewachten Siedlungen zwischen rund 120 000 Palästinensern.

Seit Beginn des israelischen Militäreinsatzes am 29. März gab es kaum noch Angriffe auf jüdische Siedlungen in den Palästinenser-Gebieten. Dem Einsatz war eine Serie palästinensischer Selbstmordanschläge vorausgegangen, bei denen zahlreiche Israelis getötet wurden.

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