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Siebenjährige Angelina wurde erdrosselt

Die sieben Jahre alte Angelina aus Hamburg ist erdrosselt worden. Das ergab die Obduktion des Leichnams, teilte die Polizei am Freitag mit. Am Donnerstag hatte ein 17 Jahre alter Nachbarsjunge gestanden, das Mädchen vergewaltigt und getötet zu haben.

dpa HAMBURG. Die sieben Jahre alte Angelina aus Hamburg ist erdrosselt worden. Das ergab die Obduktion des Leichnams, teilte die Polizei am Freitag mit. Am Donnerstag hatte ein 17 Jahre alter Nachbarsjunge gestanden, das Mädchen vergewaltigt und getötet zu haben.

Am Freitagabend erließ ein Richter Haftbefehl gegen ihn. Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen starb das Kind am Mittwochabend zwischen 18.15 und 19.00 Uhr. Angelina hatte zuvor ihre in der Nähe wohnende elfjährige Freundin besucht. Auf dem Heimweg traf sie im Hausflur den Bruder ihrer Spielkameradin. Der 17-Jährige lockte das Kind laut Polizei in den Keller und vergewaltigt es.

Das Opfer sei "mit hoher Wahrscheinlichkeit" bereits bewusstlos gewesen, als es mit einem Kabel gefesselt wurde. Sie starb an den Folgen ihrer Fesselung. Der Jugendliche gab zu, den leblosen Körper dann in einen Karton gelegt und in einem Kellerverschlag versteckt zu haben. In einem unbeobachteten Moment holte er später den Karton aus dem Keller und stellte ihn auf den Balkon der elterlichen Wohnung.

Zuvor hatte sich der 17-Jährige eifrig an der Suche nach Angelina beteiligt und den mehr als 100 eingesetzten Polizisten wiederholt Hinweise auf einen möglichen Aufenthaltsort des Mädchens gegeben. Durch sein Verhalten machte er sich verdächtig. Als Beamte die Wohnung seiner Eltern durchsuchten, fanden sie die Leiche des Kindes und nahmen den Jugendlichen fest.

Am Freitagabend erließ ein Richter Haftbefehl gegen den 17-Jährigen. Ihm werden Vergewaltigung, schwerer sexueller Missbrauch eines Kindes und Mord vorgeworfen, sagte Gerichtssprecherin Sabine Westphalen. Der Jugendliche habe das Kind getötet, um eine andere Straftat, den Missbrauch, zu verdecken. Der Haftbefehl sei zudem mit Fluchtgefahr und der zu erwartenden hohen Strafe begründet worden.

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