Siebenstündige Krisensitzung ohne Ergebnis
Kein Ende von Regierungskrise in Serbien in Sicht

Die Regierungskrise in Serbien dauert an. Eine Sondersitzung der Regierungskoalition DOS ging in der Nacht zum Mittwoch nach sieben Stunden ergebnislos zuende. Es habe keine Fortschritte gegeben, sagte Vize-Ministerpräsident Zarko Korac im Anschluss: "Wir sind alle noch am gleichen Punkt."

afp BELGRAD. Der Auszug der Demokratischen Partei Serbiens (DSS) des jugoslawischen Präsidenten Vojislav Kostunica aus der Koalition hatte die Regierung vor gut zwei Wochen in die Krise gestürzt. Die Kostunica-Partei begründete ihren Rückzug damit, dass Kriminalität und Korruption zu wenig bekämpft würden. Die DOS hatte im vergangenen Oktober den als Kriegsverbrecher verdächtigten früheren jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic gestürzt und demokratische Reformen eingeleitet. Seit seiner Gründung wurde der Zusammenhalt in dem Parteienbündnis durch ständige Rivalitäten zwischen dem konservativen jugoslawischen Präsidenten Kostunica und dem reformorientierten serbischen Ministerpräsidenten Zoran Djindjic strapaziert. Ein Ende der DOS könnte zum endgültigen Auseinanderbrechen Jugoslawiens führen, das bislang aus den Teilrepubliken Serbien und Montenegro besteht.

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