Siebert rechnet nicht mit einem Rückgang der Arbeitslosigkeit bis zum Sommer
Wirtschaftsweiser kritisiert IG-Metall-Streiks

Der Wirtschaftsweise Horst Siebert hat die IG Metall wegen der Streiks in der Metall- und Elektroindustrie heftig kritisiert. Der Chef des Kieler Wirtschaftsinstituts sagte der "Bild am Sonntag": "An die Arbeitslosen denken die Gewerkschaften bei diesem Streik anscheinend nicht."

wiwo/ap HAMBURG. Der Streik verzögere unnötig den Konjunkturaufschwung: "Vor allem in Brandenburg passt der Streik angesichts der hohen Arbeitslosigkeit überhaupt nicht in die Landschaft", zitierte das Blatt das Mitglied des Sachverständigenrats der Bundesregierung.

An den nächsten Tagen sollen 135 000 Beschäftigte in 135 Betrieben in Berlin und Brandenburg wie auch weiter in Baden-Württemberg streiken. Siebert sagte: "Ich befürchte, dass jetzt ein Kompromiss zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften zu Stande kommt, der weitere Arbeitsplätze kosten wird." Der Professor rechnet bis zum Sommer nicht mit einem Rückgang der Arbeitslosigkeit. Er sagte: "Ich erwarte im August 3,9 Millionen Arbeitslose."

Verständnis für den Arbeitskampf der IG Metall hatte zuvor der Wirtschaftsweise Jürgen Kromphardt geäußert. Die Wahl der geeigneten tarifpolitischen Instrumente sei Sache der Gewerkschaft, sagte er der "Berliner Zeitung".

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%