Siebtes Spitzentreffen im Bündnis für Arbeit
Bündnis für Arbeit und Bundeskanzler Schröder treffen sich

Gewerkschaften und Arbeitgebervertreter wollen sich über den Abbau von Überstunden verständigen.

dpa BERLIN. Begleitet von der Hoffnung auf eine Verständigung im Streit um den Überstundenabbau sind Arbeitgeber und Gewerkschaften zum siebten Spitzentreffen im Bündnis für Arbeit bei Bundeskanzler Gerhard Schröder zusammen gekommen.

DGB-Chef Dieter Schulte sagte vor Beginn der Sitzung am Sonntag im Berliner Kanzleramt, er hoffe auf "konkrete Ergebnisse" und die Einsicht der Arbeitgeber auf arbeitsplatzwirksamen Überstundenabbau. Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt zeigte sich zuversichtlich, dass es eine Lösung geben werde. Die Teilnehmer wollen auch über eine Qualifizierungsoffensive für ältere Arbeitnehmer entscheiden.

Vor der neuen Runde signalisierten die Arbeitgeber, auch sie hätten Interesse am Überstundenabbau und der Schaffung neuer Arbeitsplätze, da Mehrarbeit mit Zuschlägen teuer bezahlt werden müsse. DGB-Chef Schulte forderte, die viel zu hohe Zahl der Überstunden müsse in diesem Jahr um 25 % verringert werden. Dadurch könnten 250 000 neue Jobs geschaffen werden. Zudem forderte er im Kölner "Sonntag-Express" ein "deutliches Signal", dass das Angebot an Teilzeitkräften erhöht werde.

Der "Berliner Morgenpost" sagte Schulte, ein schärferes Arbeitszeit-Gesetz sei zum Überstundenabbau das letzte Mittel. Arbeitszeitkonten könnten sich die Gewerkschaften gut vorstellen, wenn feststehe, was geschehe, wenn ein Arbeitnehmer den Arbeitsplatz wechsle oder ein Betrieb in den Konkurs gehe.

Arbeitsminister Walter Riester (SPD) sagte dem "Sonntag-Express", er hoffe, dass die Bündnisrunde in der Beschäftigungspolitik "ein gutes Stück voran kommt". Wichtig sei die berufliche Qualifizierung besonders der älteren Arbeitnehmer. Obwohl in den vergangenen zwei Jahren eine Million neuer Beschäftigungsverhältnisse geschaffen worden seien, "ist die Arbeitslosigkeit immer noch zu hoch, während qualifizierte Fachkräfte fehlen".

Weitere Informationen unter:
www.dgb.de
www.bundesregierung.de

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