Sieg gegen Malta war ein "Warmschießen"
Generalprobe gegen Holland light

Am Mittwoch spielt die DFB-Elf gegen die Schweiz - sie gilt als Kopie von Deutschlands erstem EM-Gegner Niederlande. Das Spiel soll der wahren Standortbestimmung der deutschen Fußball-Nationalmannschaft dienen.

WINDEN. Während Michael Skibbe über den nächsten Gegner der deutschen Fußball-Nationalmannschaft spricht, rührt seine rechte Hand gleichmäßig den Kaffee um. Den Löffel mag er so lange nicht ablegen, solange er redet. Er rührt und rührt und redet und redet. Vielleicht soll es grund-optimistische Gelassenheit demonstrieren vor dem Spiel gegen die Schweiz, am Mittwoch Abend im "St. Jakob-Park" zu Basel (20.45 Uhr, live im ZDF). Dabei hätte der Bundestrainer durchaus aufgeregter sein können. Denn das Spiel gegen die Schweiz wird für die deutsche Elf zum einzig echten Härtetest für ihr so wichtiges EM-Auftaktspiel gegen Holland am 15. Juni in Porto.

Vier Tage sind vergangen seit dem 7:0-Sieg über den ersten Testgegner Malta. Dieses Spiel habe "seinen Zweck erfüllt", hatte Teamchef Rudi Völler hinterher gesagt. Gegen die Nummer 128 der Fifa-Weltrangliste galt es, sich "warmzuschießen" und Selbstvertrauen zu sammeln für die EM. Das Spiel gegen die Schweiz aber soll der wahren Standortbestimmung dienen. Die Schweiz ist nicht nur irgendein EM-Turnierteilnehmer, sondern gilt als Kopie der Niederlande - Holland light, sozusagen.

"Die taktische Ausrichtung der Schweizer Mannschaft ähnelt doch sehr der der holländischen Mannschaft", sagt Skibbe. Man habe sich bewusst die Schweiz als Testspielgegner ausgesucht. Das Wort Sparringspartner rutscht dem Bundestrainer nicht über die Lippen, dafür fabuliert er viel zu überlegt. Gegen die Schweiz testet die deutsche Elf den Ernstfall. Ähnlich wie die Holländer spielen die Schweizer mit einer Viererabwehrkette, wobei die zwei zentralen Manndecker "sich selten in den Spielaufbau einschalten, dafür aber die beiden Außenleute der Kette", erzählt Skibbe. Außerdem spielen die Schweizer mit einer Mittelfeld-Raute, wobei jeweils einer der vier Spieler etwas defensiver und ein zweiter etwas offensiver agiert. Diesem System vertrauen übrigens auch die Deutschen. Wie tauglich letztlich der Test sein kann, wird sich erst noch zeigen müssen. Denn auch Skibbe weiß, dass "die individuelle Stärke der holländischen Spieler weitaus höher ist".

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