Sieg gegen Portugal ist Pflicht
Hauptsponsor für deutsche Fußball-Frauen

Deutschlands Fußball-Frauen gehen mit einem neuen Hauptsponosr und großen Erwartungen in das EM-Qualifikationsspiel gegen Portugal am Samstag in Reutlingen. Einen Tag vor der Partie präsentierte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit dem Süßwarenhersteller Katjes den ersten Geldgeber für die Weltmeisterinnen, die mit ihrem Titelgewinn vor fünf Wochen für Furore gesorgt hatten.

HB FRANKFURT. "Ich bin sehr froh, dass unsere Bemühungen um einen starken Partner für den Frauenfußball erfolgreich waren", erklärte DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder.

Mit der am Freitag vorgestellten Partnerschaft, die für zwei Jahre plus einer Option auf weitere zwei Jahre abgeschlossen wurde, zahlt sich der sportliche Erfolg der Frauen nun auch wirtschaftlich aus. "Der Frauen-Fußball hat in den Köpfen der Marketing-Experten in Deutschland Einzug gehalten", stellte DFB-Frauenfußballreferentin Heike Ullrich zufrieden fest.

Die mit dem WM-Triumph entfachte Begeisterung soll am Samstag im mit 15 000 Zuschauern so gut wie ausverkauften Reutlinger Stadion "An der Kreuzeiche" erneut aufleben. "Wir wollen den Fans etwas bieten", meinte Renate Lingor, die jedoch warnte: "Die Erwartungen sind hoch, da kann man tief fallen." Für den ungeschlagenen Tabellenführer der Gruppe 3 (9 Punkte), der in neuen Trikots auflaufen wird, ist ein Sieg dennoch Pflicht. "Wir sind klarer Favorit und wollen unbedingt gewinnen", sagte Bundestrainerin Tina Theune-Meyer. Sie erwartet ein Spektakel für die Fans, denn "Portugal hat eine Mannschaft, die sich nicht verstecken wird. Wir sind auf Tore aus. Ich hoffe, wir können an die hohen Siege aus der Vergangenheit anknüpfen".

Die erstmalige Live-Übertragung eines Heimspiels zur Prime Time soll ihren Spielerinnen zusätzliche Motivation sein. "Wir fühlen uns dadurch geehrt, aber für uns ist jedes Länderspiel etwas Besonderes. Wir werden uns wie immer ins Zeug legen", kündigte Theune-Meyer an. Und Nia Künzer, Siegschützin im WM-Finale gegen Schweden, betonte: "Wir gehen ohne großen Druck in die Partie. Wir wissen, was wir können." Dies will das Team auch ohne die Stars Bettina Wiegmann und Sandra Minnert, die ihre Karriere beendet haben, unter Beweis stellen. "Die beiden sind natürlich nicht auf Anhieb zu ersetzen", meinte Theune-Meyer, die bis zu den Olympischen Spielen 2004 ein neues Spielsystem finden will.

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