Sieg im Sprint in 9,94 Sekunden
Greene meldet sich erfolgreich zurück

Olympiasieger und Weltmeister Maurice Greene hat sich als Weltklassesprinter zurückgemeldet. Der 28-jährige Amerikaner gewann am Sonntag (Ortszeit) in Los Angeles die 100 m in 9,94 Sekunden und sorgte damit für den Höhepunkt der gut zweistündigen Veranstaltung.

HB/dpa LOS ANGELES. Greene, der von seinem Landsmann Tim Montgomery (9,78) im vergangenen September als Weltrekordler entthront wurde, verfehlte bei hochsommerlichen Temperaturen und einem zulässigen Rückenwind von 1,4 m/s die Jahresweltbestzeit von Patrick Johnson (Australien) lediglich um 1/100 Sekunde.

"Jeder hat gesagt, ich bin fertig, ich bin durch, ich bin am Ende, ich bin nicht mehr gut genug. Doch wen interessiert das. Egal, was die Headlines sagen, du musst an den Start gehen und fertig sein zum Rennen. Das war der Start in mein Jahr", tönte Greene nach seinem zweiten 100-m-Sprint in dieser Saison, den er vor seinen Landsmännern J. J. Johnson (10,05) und Shawn Crawford (10,10) gewann. "Ich fühle mich wie der alte Maurice Greene. Bei den Weltmeisterschaften will ich nicht nur über 100 und 200 m starten, sondern ich will beide Rennen auch gewinnen", meinte er in seiner typisch vollmundigen Art und ließ sich von den über 10 000 Zuschauern gebührend feiern.

Beim WM-Championat im August in Paris visiert er nach 1997, 1999 und 2001 seinen vierten Sieg über 100 m an. Über die doppelte Distanz hatte er sich vor vier Jahren schon einmal den WM-Titel gesichert. Greene, der sich außerdem in diesem Jahr den Weltrekord zurückholen möchte, war vor zwei Wochen in Portland mit enttäuschenden 10,33 Sekunden ins WM-Jahr gestartet. "Da hatte ich noch nicht die richtige Freude", begründete er seinen "Fehlstart".

Ein schnelles Rennen boten auch die Frauen über 100 m. Allerdings können die Zeiten wegen unzulässiger Windunterstützung von 2,3 m/s keinen Eingang in die Bestenlisten finden. Die Jahresschnellste Kelli White siegte in 10,79 Sekunden vor Torri Edwards (10,96) und LaTasha Jenkins (alle USA/11,04). Über die Stadionrunde blieb die seit der vorigen Saison ungeschlagene Mexikanerin Ana Guevara in 49,62 Sekunden erneut deutlich unter der 50-Sekunden-Marke. Über die gleiche Distanz war bei den Männern Staffel-Olympiasieger Calvin Harrison in 45,02 Sekunden nicht zu schlagen.

Allen Johnson, Olympiasieger 1996 und dreimaliger Weltmeister, siegte mit unzulässigem Wind (+2,6 m/s) über 110 m Hürden in 13,20 Sekunden vor Ron Bramlett (13,35) und Mark Crear (13,37). Miesha McKelvy "flog" über 100 m Hürden auch bei zu starkem Wind (+2,8 m/s) in 12,58 Sekunden allen davon. Die fast 40-jährige Regina Jacobs lief über 1 500 m nach 4:03,03 Minuten vor Favor Hamilton (4:04,36) als Erste durchs Ziel. Kevin Toth setzte im Kugelstoßen mit 21,69 m die größte Weite. Olympiasiegerin Stacy Dragila (alle USA) musste sich im Stabhochsprung mit der Siegerhöhe von 4,50 m begnügen. Und Hussein Al-Sabee (Saudi Arabien) war im Weitsprung mit 8,23 m erfolgreich.

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