Sieg in 1500m Freistil und 100 m Rücken
Deutsche Goldmädels in Barcelona

Hannah Stockbauer ist die Größte. Zwei Tage nach WM-Gold über 400 m hat sich die 21 Jahre alte Erlangerin am Dienstag in Barcelona in einem beeindruckenden Rennen mit der erfolgreichen Titelverteidigung über 1500 m Freistil zur deutschen Schwimm-Königin gekrönt. Antje Buschschulte wurde Weltmeisterin über 100 m Rücken.

HB/dpa BARCELONA. "Ich bin echt stolz auf mich", sagte Hannah Stockbauer nach ihrem großen Auftritt mit Europarekord (16:00,18) im "Palau Sant Jordi". 10 000 Fans lagen ihr zu Füßen. Die acht Jahre ältere Jana Henke aus Potsdam schwamm überraschend hinter der Kanadierin Hayley Peirsol zu Bronze.

Antje Buschschulte wurde als erste Deutsche seit Kristin Otto 1982 Schwimm-Weltmeisterin über 100 m Rücken. Mit ihrer Zeit von 1:00,50 Minuten unterbot die Studentin zugleich den drittältesten deutschen Frauenrekord. Ina Kleber (Erfurt) war bei ihrem Olympiasieg am 24. August 1984 in Moskau 1:00,59 geschwommen.

Hannah Stockbauer war auf den Punkt topfit. "Das ist ein langsames Rennen", bemerkte Trainer Roland Böller nach 200 m "das ist für Hannah bestimmt nicht von Nachteil." Bei 400 m übernahm Hannah Stockbauer die Führung. "Es ging voll leicht am Anfang, es kam keiner mehr, da bin ich mein eigenes Rennen geschwommen." Selbstbewusst zog sie einsam ihre Bahnen, schwamm der Konkurrenz förmlich davon. Niemand konnte ihr an diesem Tag das Wasser reichen. Als sie ihre Zeit auf der Anzeigetafel sah, schlug sie die Hände vors Gesicht. Es war geschafft.

DSV-Präsidentin Christa Thiel war begeistert: "Zweites Gold, das ist sensationell, einfach wunderbar." Jetzt will Hannah Stockbauer noch ihren WM-Titel über 800 m verteidigen. Jana Henke war stolz. Ihr Motto: "Augen zu und durch."



Schwimm-Oldie Mark Warnecke (33) war zuvor souverän als Halbfinal- Dritter in das Finale über 50 m Brust geschwommen. "Es war ein hartes Rennen", stellte der Arzt aus Bad Cannstatt fest, "der Start ist mir nicht so gut gelungen, aber mit meiner Erfahrung war ich beim Anschlag doch mit der Hand vorn. Schauen wir mal, was daraus wird." Jens Kruppa (Riesa) verpasste als Elfter den Endlauf.

Eine überzeugende Leistung lieferte der erst 18 Jahre alte Helge Meeuw aus Wiesbaden ab, der über 200 m Schmetterling in das Halbfinale einzog. Der gleichaltrige deutsche Meister Johannes Dietrich (Berlin) schied aus.

Nicht in Gefahr geriet der Weltrekord von Franziska van Almsick über 200 m Freistil. 1:58,84 Minuten schwamm die Amerikanerin Lindsay Benko als Vorlauf-Schnellste. Die Bestmarke der Berlinerin, die trotz Qualifikation auf die WM verzichtet hatte und sich in ihrer Heimatstadt auf Olympia 2004 in Athen vorbereitet, liegt bei 1:56,64 Min. Petra Dallmann (Heidelberg) erreichte in Barcelona als Vorlauf- 13. das Halbfinale, Alessa Ries (Heddesheim) schied als 22. aus.

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