Sieg über Slovan Liberec
Dortmund feiert Einzug ins Halbfinale

Borussia Dortmund hat den Uefa-Cup weiter fest im Visier. Nach dem hochverdienten 4:0 (0:0) über den tschechischen Favoritenschreck Slovan Liberec im Viertelfinalrückspiel zogen die Westfalen zum insgesamt siebten Mal in ihrer Vereinsgeschichte in die Runde der letzten Vier eines Europapokal-Wettbewerbes ein.

sid DORTMUND. Nun winkt der Mannschaft von Trainer Matthias Sammer nach den Toren von Marcio Amoroso (51.), Jan Koller (57.), Lars Ricken (70.) und Ewerthon (90.) bei der Auslosung am Freitag in Nyon/Schweiz ein lukratives Halbfinallos.

"Das war Knochenarbeit, aber dafür haben wir uns heute selbst belohnt", sagte Sammer nach dem Schlusspfiff erleichtert: `Es war sehr wichtig, nach der Halbzeit diszipliniert weiterzuspielen. Wir mussten Geduld haben, doch das wussten wir vorher." Nationalspieler Ricken sah das ähnlich: `Liberec ist kampf- und laufstark, da konnten wir nur mit den gleichen Mitteln gegenhalten."

Wie schon beim 0:0 im Hinspiel eine Woche zuvor in Prag hatte der Bundesliga-Zweite lange Zeit die erwartete Schwerstarbeit zu verrichten. Denn die Gäste präsentierten sich vor 36 500 Zuschauern im Westfalenstadion mit einer massiven Abwehr und setzten auf ihre bewährte Kontertaktik, mit der sie in den Runden zuvor bereits prominente Klubs wie Celta Vigo, Real Mallorca und zuletzt Olympique Lyon ausgeschaltet hatten. Von der ersten Minute an versuchte die Borussia, Spiel und Gegner zu kontrollieren.

Der BVB vermochte mit sehenswerten Ballstafetten und neuem Selbstbewusstsein nach dem 5:1 im Punktspiel beim SC Freiburg zu gefallen, ließ jedoch in der ersten Hälfte die Torgefährlichkeit vermissen. Dennoch ergab sich Tomas Rosickey, Tschechiens Fußballer des Jahres in Reihen der Schwarz-Gelben, die erste hochkarätige Möglichkeit. Doch der Mittelfeldspieler traf in der sechsten Minute nur das Außennetz des gegnerischen Tores. Nur mit sehr viel Geduld fand Dortmund in der Folge Lücken im Abwehrbollwerk der Tschechen. Einzelaktionen des gut aufgelegten Brasilianers Amoroso führten zu weiteren Einschussmöglichkeiten.

Es schien nach dem Wiederanpfiff nur noch eine Frage der Zeit, bis Dortmund die insgesamt vierte tschechische Mannschaft ihrer Europapokal-Geschichte aus dem Wettbewerb zu werfen drohte. Den ersten gefährlichen Angriff nutzte Amoroso mit einem Abstauber zum umjubelten und erlösenden 1:0.

Sechs Minuten später war es ausgerechnet Jan Koller, der seine Landsleute auf die Verliererstraße schoss. Als die Europapokal-Nobodys aus Liberec nach etwa einer Stunde Spielzeit alles auf eine Karte setzen, um das für sie wichtige Auswärtstor zu erzielen, machte Nationalspieler Lars Ricken mit dem dritten Dortmunder Treffer alles klar.

Neben dem Nationalspieler vermochte drei Tage vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen Energie Cottbus besonders Amoroso mit seiner Spielfreude und Unberechenbarkeit zu gefallen. Die Gäste hatten in Abwehrspieler Petr Johana und David Langer ihren besten Spieler.

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