Siegprämie
Im Bestfall 23 Millionen für den Europameister

Die Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz wird wohl alle Rekorde brechen – zumindest was die Finanzen angeht. Mit Einnahmen in Höhe von 1,3 Mrd. Euro schlägt das Turnier in den Alpen-Republiken alle bisherigen Euro-Turniere.

Zum Vergleich: 1992 in Schweden nahm die Europäische Fußball-Union (Uefa) 41 Mill. ein, 1996 in England, erstmals mit 16 Mannschaften, 147 Millionen, 2000, als es in den Niederlanden und Belgien zum ersten Co-Hosting der Geschichte kam, 230 Millionen, 2004 in Portugal 852 Mill. und jetzt eben 1,3 Mrd. - rund 50 Prozent mehr als vor vier Jahren.

Den größten Batzen machen die Medienrechte aus, mit ihrem Verkauf werden 60 Prozent der Einnahmen bestritten. 21 Prozent fließen aus dem Sponsoring und dem Verkauf von Fanartikeln. Die VIP"s tragen mit zwölf Prozent zur Finanzierung der EM bei. Otto Normalverbraucher mit dem Kauf seiner Eintrittskarte nur sieben Prozent...

16 000 Euro für ein Spiel

Das operative Budget der Euro 2008 SA - so der offizielle Name der eigens für die Euro gegründeten Firma - beträgt 176 Mill. Euro. Die Uefa kalkuliert somit bei der EM 2008 mit 700 Mill. Euro Gewinn. Damit sollen in den nächsten vier Jahren Entwicklungsprojekte in sämtlichen 53 Uefa-Mitgliedsverbänden finanziert werden.

Hier noch einige Zahlen: Die sogenannten "Hospitality-Programme" für die wirklichen oder vermeintlichen Reichen kosteten - bester Sitzplatz, luxuriöse Verpflegung vor, während und nach dem Spiel, Unterhaltungsprogramm, Parkplatz am Stadion - zwischen 1 250 Euro (Gruppenspiel) und ab 16 000 Euro (beide Halbfinale, Endspiel), pro Person, versteht sich. Der normale Fan war mit 45 Euro (Gruppenspiel, Kategorie 3) bis 550 Euro (Finale, Kategorie 1) dabei - zuzüglich 20 Euro Verwaltungs- und Versandkosten.

Bleibt die Frage, was mit dem vielen Geld passiert. 600 Mill. Euro haben die Ausrichter für Turnierkosten veranschlagt. Dazu gehören die Stadionmieten, Sicherheits- und Marketingausgaben, Zahlungen an die acht Austragungsstädte sowie Personalkosten. In dem Betrag sind auch die leistungsbezogenen Prämien an die teilnehmenden Teams enthalten. Die belaufen sich auf 7,5 Mill. Euro Antrittsgeld, eine Million Euro Siegprämie pro Gruppenspiel, zwei Mill. für jeden Viertelfinalisten, drei Mill. für jeden Halbfinalisten, 4,5 Mill. für den Verlierer des Endspiels, 7,5 Mill. für den neuen Europameister. Gewinnt der alle Spiele, ist er demnach um 23 Mill. Euro reicher. Insgesamt betragen die Prämien 184 Mill. Euro (129 Mill. Euro 2004 in Portugal).

Die Verbände wiederum sollen von ihren Prämien die Abstellgebühren zahlen, welche die Uefa im Winter den Vereinen zugesichert hat. Die betragen 4 000 Euro pro Tag pro Spieler, schlagen also mit 92 000 Euro täglich zu Buche.

© SID

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