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Siemens: Bereiche TS und SBS mit Quartalsverlusten - Spitzenreiter A & D und PG

(dpa-AFX) München - Bei der Siemens AG < SIE.ETR > haben sich die 13 Bereiche im dritten Geschäftsquartal (Ende Juni) unterschiedlich entwickelt. "Die Mehrzahl der Bereiche zeigte gegenüber dem Vorjahr zweistellige Zuwachsraten im Ergebnis und höhere Ergebnismargen", meldete der Industrie- und Technologiekonzern am Donnerstag in München. Dagegen verzeichneten die Bereiche Transportation Systems (TS) und Siemens Business Services (SBS) Verluste von 48 beziehungsweise 2 Millionen Euro bei geschrumpften Umsätzen.

(dpa-AFX) München - Bei der Siemens AG < SIE.ETR > haben sich die 13 Bereiche im dritten Geschäftsquartal (Ende Juni) unterschiedlich entwickelt. "Die Mehrzahl der Bereiche zeigte gegenüber dem Vorjahr zweistellige Zuwachsraten im Ergebnis und höhere Ergebnismargen", meldete der Industrie- und Technologiekonzern am Donnerstag in München. Dagegen verzeichneten die Bereiche Transportation Systems (TS) und Siemens Business Services (SBS) Verluste von 48 beziehungsweise 2 Millionen Euro bei geschrumpften Umsätzen.

Zu den Spitzenreitern gehörten Automation and Drives (A & D), Power Generation (PG), Medical Solutions (Med), Siemens VDO Automotive (SV) und Osram. Die Probleme in der Bahntechnik-Sparte TS mit der fehlerhaft konstruierten Straßenbahn-Combino hatten die Halbjahres-Zahlen des Konzerns überschattet. Zu eventuellen weiteren Rückstellungen im Zusammenhang mit Combino äußerte sich Siemens in dem Quartalsbericht nicht.

ICN MIT Gewinn - ICM-Feld Mobile Phone Weitet Minus AUS

Der Festnetz-Bereich Information and Communication Networks (ICN) schwang sich im Jahresvergleich in die Gewinnzone und erzielte 51 Millionen Euro (Vorjahr: minus 125 Mio Euro). Der Umsatz sank um 1 Prozent auf 1,68 Milliarden Euro. Der Auftragseingang schrumpfte um 8 Prozent auf 1,61 Milliarden Euro.

Im Mobilfunk-Bereich ICM (Information and Communication Mobile), der Anfang Oktober mit ICN verschmolzen werden soll, stiegen die Quartalsergebnisse deutlich. Der Bereichsgewinn kletterte im Jahresvergleich von 17 auf 64 Millionen Euro. Der Umsatz wuchs um 13 Prozent auf 2,45 Milliarden Euro. "Hier machten sich ein großer Infrastrukturauftrag in Italien sowie die Nachfrage nach der neuen 65er Mobiltelefon-Serie positiv bemerkbar", meldete Siemens. Der Auftragseingang legte um 23 Prozent auf 2,85 Milliarden Euro zu.

Im ICM-Geschäftsgebiet Mobile Phones stieg zwar der Umsatz auf 996 (Vorjahr: 922 Millionen Euro), aber der Quartalsverlust weitete sich deutlich aus. Siemens begründete das Minus von 88 (42) Millionen Euro mit einem starken Wettbewerb. Der Konzern verkaufte mit 10,4 Millionen Stück mehr Handys als ein Jahr zuvor (8,1 Mio). Wegen des Wettbewerbs unter anderem mit dem weltgrößten Handyhersteller Nokia < Nok1v.HSE > < Noa3.ETR > sank jedoch der Durchschnittspreis.

A & D Profitabelster Bereich

Der profitabelste Bereich war laut Siemens Automation and Drives (A & D). Er habe mit einem Quartalsplus von 52 Prozent auf 308 Millionen Euro ein Rekordergebnis erzielt. "Weitere Produktivitätsverbesserungen sowie eine deutliche Belebung des Geschäftsklimas waren die wesentlichen Gründe für diese Entwicklung, von der insbesondere das Geschäftsgebiet Industrial Automation Systems profitierte", hieß es. Der Umsatz stieg um 6 Prozent auf 2,21 Milliarden Euro, der Auftragseingang um 10 Prozent auf 2,29 Milliarden Euro. Das Bereichsergebnis erhöhte sich um 52 Prozent auf 308 Millionen Euro. Siemens begründete dies auch mit dem starken Wachstum in der Region Asien-Pazifik, vor allem in China, sowie der Nachfragebelebung in Europa.

Im zweitprofitabelsten Bereich Power Generation (PG) brach das Ergebnis um 15 Prozent auf 236 Millionen Euro ein. Umsatz und Auftragseingang kletterten um je rund ein Viertel auf 1,93 beziehungsweise 2,03 Milliarden Euro. "Der Umsatzanstieg ist vor allem auf das gewachsene Servicegeschäft sowie auf die Konsolidierung des von Alstom < Pals.PSE > < AOM.FSE > übernommenen Industrieturbinen-Geschäfts zurückzuführen", meldete Siemens. "Im Auftragseingang wirkten sich Großaufträge aus Australien und dem Mittleren Osten positiv aus."

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