Siemens-Chef erwartet Nachrüstungsaufträge
Heinrich von Pierer begrüßt das Aus für Kraftwerke von Eon und RWE

dpa-afx MÜNCHEN. Siemens-Chef Heinrich von Pierer hat die geplante Stilllegung unrentabler Kraftwerke durch die Energiekonzerne RWE als lange überfälligen Schritt begrüßt. Beunruhigt sei er angesichts der bevorstehenden Stilllegungen überhaupt nicht, sagte von Pierer am Dienstag in München. "Dass die lange aufgeschobene Nachrüstung bestehender Kraftwerke jetzt endlich passiert, ist nur gut für uns."

Er rechne damit, dass künftig mehr Atomstrom aus Frankreich und Osteuropa importiert werde, sagte von Pierer. Die Siemens AG habe sich durch seine Zusammenarbeit mit der französischen Atomtechnikfirma Framatome gut positioniert.

Kritisch äußerte sich von Pierer zu der Option, Strom von Atomkraftwerken sowjetischer Bauart zu beziehen. "Mir soll erst einmal jemand sagen, was es für einen Sinn macht, sichere deutsche Kernkraftwerke abzustellen und dafür Strom aus Osteuropa zu importieren." Er nannte es verantwortunglos, aus ideologischen Gründen eine Nachrüstung der osteuropäischen Kernkraftwerke abzulehnen.

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