Archiv
Siemens-Einstieg als 'Weißer Ritter' bei VA Tech von beiden Seiten dementiert

Spekulationen um einen möglichen Einstieg des Elektrokonzerns Siemens bei der österreichischen VA Tech als "Weißer Ritter" sind von beiden Seiten deutlich zurückgewiesen worden. "Das Thema ist durch", sagte ein Siemens-Sprecher am Donnerstag in München auf Anfrage. Eine Sprecherin von VA Tech bezeichnete die Gerüchte als "abenteuerlich". "Von unserer Seite ist alles gesagt."

dpa-afx WIEN. Spekulationen um einen möglichen Einstieg des Elektrokonzerns Siemens bei der österreichischen VA Tech als "Weißer Ritter" sind von beiden Seiten deutlich zurückgewiesen worden. "Das Thema ist durch", sagte ein Siemens-Sprecher am Donnerstag in München auf Anfrage. Eine Sprecherin von VA Tech bezeichnete die Gerüchte als "abenteuerlich". "Von unserer Seite ist alles gesagt."

Siemens hatte Anfang September sein Interesse an dem Mischkonzern bestätigt. Die Münchner gaben aber angesichts massiven Widerstands in Österreich ihre Übernahmepläne wenig später auf. Die österreichische Tageszeitung "Kurier" schrieb nun unter Berufung auf Industriellenkreise, es werde ein weiterer Übernahmeversuch bei VA Tech durch General Electric (GE) oder durch den VA-Tech-Großaktionär Mirko Kovats mit Unterstützung von russischem Kapital erwartet.

VA Tech Bevorzugt General Electric ALS Partner

Nach Spekulationen des "Kurier" könnte Siemens bei einem Übernahmeangebot von dritter Seite als "Weißer Ritter" fungieren und VA Tech vor einer feindlichen Übernahme bewahren. Da Siemens nach seinem Nein zu einem Übernahmeangebot ein Jahr lang kein neues Angebot vorlegen darf, müsste der Konzern allerdings von VA Tech eingeladen werden, das Unternehmen oder einzelne Sparten zu kaufen. GE könnte dem Bericht zufolge bei einer Übernahme die Infrastruktur- und die Kraftwerksparte behalten und den hoch profitablen Anlagebau (VAI) verkaufen. Für Siemens wäre dies ein Grund für erneutes Interesse, schreibt der "Kurier".

VA Tech-Chef Klaus Sernetz sagte in einem Interview mit dem Magazin "News", es gebe keinerlei Kontakt mit GE wegen eines möglichen Zusammengehens. Er räumte ein, dass VA Tech sicher ein mögliches Zielobjekt sei, aber durch einen guten Auftritt und einen guten Aktienkurs eine eventuelle Übernahme verteuern wolle. "Wenn ich mir etwas wünschen darf, dann ein Jahr Zeit, um in Ruhe zu arbeiten. Dann können wir alle Aktionäre überzeugen, dass es sich auszahlt, bei der VA Tech zu bleiben", sagte Sernetz. Bei einem Vergleich von GE und Siemens bevorzuge er GE als möglichen Partner, da es dort kaum Überlappungen in struktureller Hinsicht gebe und bereits eine erfolgreiche Kooperation bestehe.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%