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Siemens erwägt Aufbau von Handy-Produktion in Brasilien

Die Siemens AG will in Brasilien möglicherweise einen dritten Standort zur Produktion von Mobiltelefonen aufbauen. In den nächsten Wochen solle eine Entscheidung fallen, ob der Münchener Konzern selbst oder mit einem Partner dort Handys herstelle oder Mobiltelefone für den südamerikanischen Markt von einem Dritten beziehe, sagte der für den Bereich Information & Communication Mobile (ICM) zuständige Vorstand Rudi Lamprecht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Dienstagausgabe).

Reuters FRANKFURT. Siemens hatte kürzlich betont, den Fremdbezug von Handys nicht erhöhen zu wollen. Von seinem Ziel, 2001 bis zu 48 Millionen Mobiltelefone produzieren zu wollen, war der Konzern angesichts der Branchenflaute wieder abgerückt.

Siemens produziert in dem größten lateinamerikanischen Land seit langem Mobilfunknetze und Festnetztelefone. Brasilien wäre der dritte Handy-Standort von Siemens nach dem niederrheinischen Kamp-Lintfort und Schanghai. Die Produktionskapazität in der chinesischen Millionenstadt werde in den kommenden Monaten auf zwölf Millionen von zehn Millionen Stück jährlich erhöht, sagte Lamprecht der Zeitung.

Der Abbau von 2 600 Stellen bei ICM laufe wie geplant, sagte der Vorstand weiter. Etwa die Hälfte der Arbeitsplätze seien bereits weggefallen, bis September sollen es 2 200 sein. Mit den Stellenstreichungen hatte Siemens im April erklärt, künftig in Bocholt und Leipzig keine Handys mehr herstellen zu wollen.

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