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Siemens erwartet 2004 05 mehr Umsatz - Höhere Dividende

Nach einem Rekordgewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr 2003/04 erwartet die Siemens AG für 2005 einen steigenden Umsatz. "Wir wollen im Geschäftsjahr weiter wachsen", sagte der scheidende Konzernchef Heinrich von Pierer am Donnerstag in München.

dpa-afx MÜNCHEN. Nach einem Rekordgewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr 2003/04 erwartet die Siemens AG für 2005 einen steigenden Umsatz. "Wir wollen im Geschäftsjahr weiter wachsen", sagte der scheidende Konzernchef Heinrich von Pierer am Donnerstag in München. "Wir gehen davon aus, dass die Wachstumsraten beim Umsatz zwar prozentual einstellig bleiben, aber das sie höher ausfallen werden als im Vorjahr." Siemens kündigte überdies an, weitere Zukäufe in der Pipeline zu haben. Zudem will das Technologieunternehmen seinen Aktionären eine höhere Dividende ausschütten.

Eine konkretere Jahres-Prognose für Umsatz und Ergebnis will Siemens erst bei Vorlage der Ergebnisse des Ende Dezember auslaufenden ersten Geschäftsquartals geben. Die Münchener begründeten dies mit Entwicklungen bei Währungen, Rohstoffpreisen sowie Ergebnisverbesserungen bei dem strauchelnden Dienstleistungsbereich SBS und der defizitären Bahntechnik-Sparte. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern nach Aussage von Finanzchef Heinz-Joachim Neubürger mit einem gegenüber schwächeren Dollar.

Bahntechnik-Bereich MIT Problemen

Der Bahntechnik Transportation Systems-Sparte (TS) litt vor allem unter Problemen mit der fehlerhaft konstruierten Straßenbahn Combino. Finanzchef Heinz-Joachim Neubürger schloss weitere Rückstellungen nicht aus. Im abgelaufenen vierten Geschäftsquartal (Ende September) habe Siemens 91 Mill. Euro wegen der Combino-Probleme zurückgestellt, sagte er. Wahrscheinlich werde im Januar die endgültige Freigabe durch den TÜV erfolgen. Danach könne wohl ein Schlussstrich unter die Probleme gezogen werden. Insgesamt habe Siemens im defizitären Bereich Bahntechnik (Transportation Systems) im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 2003/04 Rückstellungen für alle Risiken von mehr als 500 Mill. Euro gebildet.

Das Ergebnis des strauchelnden IT-Dienstleistungsbereichs SBS nannte der Finanzchef nicht akzeptabel. "Wir arbeiten an einer Ergebnisverbesserung", sagte er. Auf die Frage, ob Siemens dem Bereich eine Frist gesetzt habe, sagte Neubürger, dies wäre im Moment nicht fair. Der neue Bereichschef Adrian von Hammerstein habe schließlich gerade die ersten 100 Tage hinter sich. Die Münchener hatten bereits in der vergangenen Zeit ihre Unzufriedenheit mit den Ergebnissen bei dem IT-Dienstleister Siemens Business Services (SBS) mehrfach kundgetan.

Konzernergebnisse 2003/04

2003/04 hatte der Technologiekonzern mit 75,17 Mrd. Euro ein Prozent mehr umgesetzt. Bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseffekte hätte sich das Plus auf drei Prozent belaufen. Nach Steuern stieg der Gewinn um 39 Prozent auf 3,41 Mrd. Euro. Das Ergebnis der Bereiche verbesserte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 16 Prozent auf knapp fünf Mrd. Euro. Operativ erzielte Siemens damit nach eigenen Angaben ein Rekordergebnis.

Siemens stellte seinen Aktionären eine höhere Dividende in Aussicht. Der Vorstand schlägt eine Dividende von 1,25 Euro je Aktie vor. Ein Jahr zuvor hatte Siemens seinen Anteilseignern 1,10 Euro pro Titel ausgeschüttet.

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