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Siemens: Handy-Sparte bleibt wohl auch im 1. Fiskalquartal in Verlustzone

Die Handy-Sparte des Technologiekonzerns Siemens wird wohl auch im laufenden ersten Geschäftsquartal (Ende Dezember) in der Verlustzone verharren. Dies sei leider wahrscheinlich, sagte Finanzchef Heinz-Joachim Neubürger bei einer Analystenkonferenz am Freitag in München.

dpa-afx MÜNCHEN. Die Handy-Sparte des Technologiekonzerns Siemens wird wohl auch im laufenden ersten Geschäftsquartal (Ende Dezember) in der Verlustzone verharren. Dies sei leider wahrscheinlich, sagte Finanzchef Heinz-Joachim Neubürger bei einer Analystenkonferenz am Freitag in München.

Die Sparte Mobile Phones des weltweit viertgrößten Handyherstellers leidet unter anderem durch den starken Preisdruck von Wettbewerbern wie dem Branchenprimus Nokia . Außerdem hatten Analysten Siemens vorgeworfen, wichtige Handytrends wie integrierte Kameras anfangs verschlafen zu haben. Im Schlussquartal 2003/04 (Ende September) sank der Durchschnittspreis um sechs Prozent auf knapp 99 Euro je Handy, wie Siemens am Vortag gemeldet hatte. Im Gesamtjahr 2003/04 verfielen die Preise um 16 Prozent.

Details ZU Neuem Bereich Siemens COM Ende Januar

Die Handy-Sparte Mobile Phones gehört zum neuen und umsatzstärksten Konzernbereich Siemens Communications. Siemens Com war Anfang Oktober mit Beginn des neuen Geschäftsjahres 2004/05 aus den verschmolzenen Bereichen Mobilfunk (ICM) und Festnetz (ICN) hervorgegangen. Näheres zu dem neuen Bereich, der etwa ein Viertel des Konzernumsatzes erzielt, will Siemens bei Vorlage der Zahlen für das erste Geschäftsquartal am 27. Januar bekannt geben.

Im Ende September abgelaufenen Schlussquartal 2003/04 blieb die Handysparte entgegen früherer Ankündigungen im Minus. Dies hatte sich allerdings abgezeichnet, nachdem Siemens seine neuen 65er-Modelle wegen Softwarefehlern zurückrufen musste. Auch im Gesamtgeschäftsjahr schrieb Siemens im Segment Mobile Phones bei höheren Umsätzen rote Zahlen (minus 152 Mill. Euro nach plus 27 Mill. Euro/Vorjahr). Wenn Gebiete auf Dauer die Kapitalkosten nicht verdienten, dann gebe es nur die Möglichkeiten Sanieren, Schließen, Verkaufen oder Kooperationen, bekräftigte Heinrich von Pierer vor den Analysten.

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