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Siemens investiert 50 Mio Euro in Handy-Standorte Bocholt und Kamp-Lintfort

Knapp zwei Monate nach der Rettung von 2 000 Siemens-Stellen in Nordrhein-Westfalen hat der Technologiekonzern Investitionen in die Standorte Kamp-Lintfort und Bocholt angekündigt.

dpa-afx MÜNCHEN. Knapp zwei Monate nach der Rettung von 2 000 Siemens-Stellen in Nordrhein-Westfalen hat der Technologiekonzern Investitionen in die Standorte Kamp-Lintfort und Bocholt angekündigt.

In dem im Oktober beginnenden Geschäftsjahr 2004/05 wird Siemens insgesamt 50 Mill. ? in die beiden Produktionsstätten für Handys und schnurlose Telefone investieren, wie der Mobilfunk-Bereich Siemens Mobile meldete. Bereits zehn Mill. ? seien in den Bau eines neuen Bürogebäudes in Bocholt geflossen. Konzernchef Heinrich von Pierer hatte das Gebäude am Dienstag eingeweiht.

Im nächsten Geschäftsjahr will Siemens zudem 20 Mill. ? für den Standort Bocholt bereitstellen. Die Infrastruktur sowie Prozesse sollten verbessert und das Entwicklungszentrum für Technologien ausgebaut werden. In Kamp-Lintfort wird Siemens im nächsten Geschäftsjahr 30 Mill. ? in Produktionsanlagen sowie Entwicklungsarbeiten für den Mobilfunk der dritten Generation (Umts) investieren.

Ende Juni hatte Siemens mit der IG Metall einen Ergänzungstarifvertrag für Kamp-Lintfort und Bocholt in Nordrhein-Westfalen geschlossen. Die Überlegungen zur Verlagerung von rund 2 000 Arbeitsplätzen waren damit laut Siemens für mindestens zwei Jahre vom Tisch. Das Kernstück des Vertrags: Die Arbeitszeit wird ohne Lohnausgleich ausgedehnt auf eine 40-Stunden-Woche. Weihnachts- und Urlaubsgeld sollen durch eine erfolgsabhängige Siemens -"Jahreszahlung" ersetzt werden.

Die Vereinbarungen gelten für insgesamt mehr als 4 000 Mitarbeiter. Siemens hatte zuvor die Absicht geäußert, 2 000 der 4 500 Arbeitsplätze aus den beiden in der Handy-Fertigung tätigen Werken nach Ungarn zu verlagern.

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