Archiv
Siemens legt Gehälter offen - Pierer verdient 4,6 Millionen

Siemens-Chef Heinrich von Pierer hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 4,6 Mill. Euro verdient. Insgesamt stiegen die Gesamteinkünfte der zwölf Vorstände um neun Prozent auf 33,4 Mill. Euro, geht aus dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht hervor.

dpa-afx MÜNCHEN. Siemens-Chef Heinrich von Pierer hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 4,6 Mill. Euro verdient. Insgesamt stiegen die Gesamteinkünfte der zwölf Vorstände um neun Prozent auf 33,4 Mill. Euro, geht aus dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht hervor. Siemens wies erstmals die individuellen Gehälter seiner Führungskräfte aus.

Siemens hatte den Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr 2003/04 (30. September) um 39 Prozent auf 3,4 Mrd. Euro gesteigert. Auf Grund erfolgsabhängiger Bestandteile legten die Einkünfte der Führungskräfte deutlich zu. Pierer erhielt gut 3,5 Mill. in bar. Dazu kamen aktienbasierte Kompensationen im rechnerischen Wert von knapp 1,1 Mill. Euro. Das Festgehalt Pierers lag bei 1,2 Mill. Euro, die übrigen Anteile waren erfolgsabhängig.

Siemens IM Oberen Drittel

Im Vergleich zu anderen Dax-Unternehmen sieht sich Siemens mit seinen Vorstandsgehältern im oberen Drittel. International sehe das aber schon anders aus. "Im Vergleich mit amerikanischen Unternehmen bewegen sich die Vorstandsgehälter von Siemens im unteren Feld." Laut Medienberichten habe das Durchschnittseinkommen amerikanischer Vorstandschefs im vergangen Jahr bei rund 8,1 Mill. Euro gelegen.

Am zweit meisten verdiente bei Siemens mit insgesamt 3,3 Mill. Euro Vize Klaus Kleinfeld, der im Januar an die Konzernspitze rückt. Aufsichtsrats-Chef Karl-Hermann Baumann erhielt 245 310 Euro, insgesamt bekamen die Mitglieder des Kontrollgremiums 2,1 Mill. Euro. Auch davon war der größte Teil der Barzahlungen und Optionen erfolgsabhängig.

Bisher wiesen neun der 30 Dax-Konzerne die Vergütung für jedes Mitglied von Vorstand und Aufsichtsrat einzeln aus. Dieses Vorgehen empfiehlt der "Corporate Governance Codex" zur guten Unternehmensführung, den eine Regierungskommission um Thyssen-Krupp - Aufsichtsratschef Gerhard Cromme vor zwei Jahren vorlegte. Die Regierung hatte angedroht, gesetzlich aktiv zu werden, falls die übrigen Unternehmen nicht folgen. Daraufhin kündigten weitere Schwergewichte wie Volkswagen an, der Empfehlung zu folgen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%