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Siemens nach Quartalzahlen zuversichtlicher für Gesamtjahr

(dpa-AFX) München - Nach teils unerwartet guten Quartalszahlen blickt der Chef des Industrie- und Technologiekonzern Siemens < SIE.ETR > nun optimistischer auf das aktuelle Geschäftsjahr. Vorstandschef Heinrich von Pierer zeigte sich am Donnerstag zuversichtlich, die eigenen Ziele im Ende September auslaufenden Geschäftsjahr zu übertreffen. Im April hatte er bekräftigt, den Gewinn 2003/04 zweistellig steigern zu wollen. Die Siemens-Aktie war eine dreiviertel Stunde nach Handelsbeginn zweitstärkster Wert im deutschen Leitindex DAX < DAX.ETR > .

(dpa-AFX) München - Nach teils unerwartet guten Quartalszahlen blickt der Chef des Industrie- und Technologiekonzern Siemens < SIE.ETR > nun optimistischer auf das aktuelle Geschäftsjahr. Vorstandschef Heinrich von Pierer zeigte sich am Donnerstag zuversichtlich, die eigenen Ziele im Ende September auslaufenden Geschäftsjahr zu übertreffen. Im April hatte er bekräftigt, den Gewinn 2003/04 zweistellig steigern zu wollen. Die Siemens-Aktie war eine dreiviertel Stunde nach Handelsbeginn zweitstärkster Wert im deutschen Leitindex DAX < DAX.ETR > .

Deutschlands größter Elektrokonzern ist vor allem wegen der starken Nachfrage aus den USA und China spürbar im Aufwind. Der Quartalsumsatz stieg zum ersten Mal seit rund zwei Jahren. "Ich bin mit den Entwicklungen des dritten Quartals zufrieden", sagte von Pierer. "Der starke Anstieg im Auftragseingang profitierte insbesondere von den guten Juni-Zahlen. Auch der Gewinn nach Steuern entwickelt sich besser als erwartet."

Der Siemens-Chef nannte zwei Gründe für die Quartalsentwicklung. "In diesen Trends spiegeln sich das verbesserte konjunkturelle Umfeld, das jetzt auch in unserer Industrie spürbar ist, aber auch der Erfolg unserer unternehmensweiten Initiative 'Go for Profit and Growth' wider", sagte von Pierer. "Um dieses Momentum auch für das nächste Geschäftsjahr zu sichern, werden wir zusätzliche operative Verbesserungen in den Bereichen anstreben."

TS UND SBS Defizitär - 'Mobile Phones' MIT Mehr Verlust

Die Mehrzahl der Bereiche verzeichnete laut Siemens gegenüber dem Vorjahr zweistellige Zuwachsraten im Ergebnis und höhere Ergebnismargen. Zu den Spitzenreitern gehörten Automation and Drives (A & D), Power Generation (PG), Medical Solutions (Med), Siemens VDO Automotive (SV) und Osram. Dagegen wiesen die Bereiche Transportation Systems (TS) und Siemens Business Services (SBS) einen Quartalsverlust aus.

Das Geschäftsgebiet Handys des Mobilfunk-Bereichs ICM rutschte tiefer ins Minus. Mobile Phones verbuchte einen Verlust von 88 (Vorjahr: 42) Millionen Euro. Der Konzern begründete dies mit dem Wettbewerb in der Handybranche. Siemens verkaufte mit 10,4 Millionen Mobiltelefonen zwar mehr als ein Jahr zuvor, aber erzielte geringere Durchschnittspreise. Analysten zeigten sich enttäuscht.

Siemens Will Geschäft IN Amerika Ausweiten

Unterdessen sagte der neue Vorstandschef von Siemens USA, George Nolen, dass der Konzern seinen Umsatz in Amerika bis Ende 2006 um mindestens 2 bis 2,5 Milliarden Dollar erhöhen will. Siemens könne dies allein über die Ausweitung des Geschäfts mit bestehenden Kunden erreichen, sagte Nolen der "Financial Times Deutschland" (Donnerstag).

Erlöse durch Neukunden und Firmenzukäufe seien in dem 30-Monats-Plan noch gar nicht eingerechnet. Akquisitionen schließt der Manager nicht aus. "Siemens hat 13 Milliarden Dollar Bargeld. Wir können Pläne über Zukäufe, die uns wesentlich beim Wachstum voranbringen, auch umsetzen."

Quartalszahlen

Im Siemens-Konzern stieg das operative Ergebnis der Bereiche im dritten Geschäftsquartal etwas stärker als von Analysten erwartet um rund ein Fünftel Prozent auf 1,24 Milliarden Euro, wie die Siemens AG in München meldete. Der Überschuss erhöhte sich im Jahresvergleich um 29 Prozent auf 815 Millionen Euro. Von dpa-AFX befragte Experten hatten lediglich 696,22 Millionen Euro vorhergesagt. Der Umsatz legte wie erwartet um 5 Prozent auf 18,2 Milliarden Euro zu. Der Auftragseingang kletterte um rund ein Zehntel auf 19,077 Milliarden Euro. Analysten hatten dies prognostiziert.

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