Siemens nach Zahlen stark schwankend: Dax dreht wieder ins Plus

Siemens nach Zahlen stark schwankend
Dax dreht wieder ins Plus

Die deutschen Standardwerte haben am Mittwoch leicht nachgegeben. Die Aufmerksamkeit des Marktes konzentriere sich auf die am Vormittag vorgelegten Geschäftsergebnisse der Index-Schwergewichte SAP und Siemens, sagten Händler.

Reuters FRANKFURT. Während die Aktien von SAP kräftig zulegten, rutschten die Siemens -Papiere nach einem kurzen und steilen Anstieg im Anschluss an die Veröffentlichung wieder ins Minus. Marktteilnehmer sagten, es gebe Gerüchte über eine Herabstufung des Papiers. Die Stimmung am Gesamtmarkt bezeichneten Börsianer als eher negativ. Viele Anleger gingen offenbar von einem Rückgang des Dax unter die Marke von 5000 Punkten aus.

Der Deutsche Aktienindex (Dax) tendierte gegen Mittag 0,3 % schwächer bei 5030 Zählern, während der Auswahlindex des Neuen Marktes Nemax 50 praktisch unverändert bei 1150 Punkten lag. Der Nebenwerte-Index M-Dax verlor unterdessen 0,18 % auf 4398 Stellen. Der Dow Jones EuroStoxx50 der größten europäischen Aktien gab um 0,34 % auf 3513 Zähler nach.

Die SAP-Zahlen seien sehr gut, sagte der Fondsmanager Ernst Konrad von Activest. Sie seien sogar besser als die jüngst veröffentlichten vorläufigen Zahlen. Analystin Coleen Kaiser von Lehman Brothers ergänzte, der Ausblick sei besser als erwartet. SAP hat im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 17 % auf 7,34 Mrd. Euro gesteigert und beim operativen Ergebnis eine Marge von 20 % erzielt. Der Software-Konzern will diesen Trend 2002 fortsetzen. Die Papiere verteuerten sich um 2,37 % auf 159,70 Euro.

Besonders positiv an den Zahlen von Siemens sei, dass der Verlust der Mobilfunk-Sparte mit 124 Mill. (Vorquartal: 498 Mill.) Euro deutlich geringer als befürchtet ausgefallen sei, sagte Analyst Simon Scholes von der Bankgesellschaft Berlin. Siemens hat im abgelaufenen Quartal einen Gewinn von 538 Mill. Euro verbucht, nach einem Verlust von rund 1,1 Mrd. Euro im Vorquartal. Darin sei ein Sonderertrag aus dem Verkauf von Infineon-Anteilen von 157 Mill. Euro enthalten. Die Aktien lagen am Mittag 0,6 % im Minus bei 68,55 Euro, nachdem sie zuvor zeitweise 4,3 % im Plus gelegen hatten.

Kräftige Gewinne verbuchten auch die Titeln von Schering , die um 3,18 % auf 61,39 Euro zulegten. Zuvor hatte die Investmentbank Goldman Sachs die Aktien auf "Market Outperform" von zuvor "Market Perform hochgestuft".

Auf der Verliererseite standen unterdessen Preussag, deren Aktien sich um bis zu vier Prozent verbilligten. Neben einem Zeitungsbericht über Sparmaßnahmen hat dem Analysten Alfred Kaiser von Börsenmakler Nols zufolge auch die für Mittwoch angesetzte Aufsichtsratssitzung die Titel zunächst belastet. Dort werde unter anderem die Höhe der Dividende diskutiert. "Und die könnte deutlich geringer ausfallen", fügte er hinzu. Einem Zeitungsbericht zufolge bereitet sich das Unternehmen auf einen markanten Einbruch des Reisemarktes vor. Die Buchungen für den Sommer lägen 20 % und dem Niveau des Vorjahres. Das Unternehmen hat inzwischen die Höhe des Buchungsrückgangs dementiert und mitgeteilt, keine weiteren harten Einschnitte zu planen. Die Aktie erholte sich daraufhin etwas und tendierte gegen Mittag 2,38 % schwächer bei 32,80 Euro.

Die im Nebenwerte-Index M-Dax gelistete Software AG steigerte ihren Umsatz im vierten Quartal um 36 % auf 160 Mill. Euro bei einer Marge von deutlich über 20 %. Die Aktien legten um 2,56 % auf 40,50 Euro zu. Die Papiere von Hugo Boss verteuerten sich um 1,61 % auf 25,81 Euro. Einem Zeitungsbericht zufolge will der Bekleidungskonzern 2002 gegen den Markttrend zulegen.

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