Siemens-Papiere sollen als Akquisitionswährung dienen
Siemens geht an die New York Stock Exchange

Die US-Aktivitäten müssten künftig "wesentlich höhere" Gewinne zum Gesamtergebnis beitragen als bisher, betonte Siemens-Vorstandsvorsitzender Heinrich von Pierer anlässlich des Börsengangs an die NYSE.

ddp-vwd NEW YORK. Der Siemens-Konzern stellt seine Tochtergesellschaften in den USA auf den Prüfstand. Die US-Aktivitäten müssten künftig "wesentlich höhere" Gewinne zum Gesamtergebnis beitragen als bisher, betonte Siemens-Vorstandsvorsitzender Heinrich von Pierer am Montag anlässlich des Siemens-Börsengangs an der New York Stock Exchange (NYSE), der größten Börse der Welt. So habe eine Analyse der 100 Siemens-Geschäftsfelder in den USA ergeben, dass bei rund einem Viertel erhebliche Verbesserungspotenziale mobilisiert werden müssten. Dies erfordere entweder den Ausbau der Marktposition oder aber in Einzelfällen den Rückzug aus dem Geschäft, sagte von Pierer.

Mit der Einführung der Siemens-Papiere an der NYSE stehe dem Konzern eine geeignete Akquisitionswährung zum Ausbau der Aktivitäten zur Verfügung. Nach Aussage des Siemens-Vorstandsvorsitzenden soll das US-Geschäft bei der Profitabilität das Niveau des Gesamtkonzerns erreichen und so zu einem Juwel werden.

Bereits in wenigen Jahren werden die USA vor Deutschland und China der wichtigste Markt für Siemens sein. Zwar werde auch der Umsatz in Europa weiter zulegen, die Gewichte verlagerten sich jedoch klar zugunsten Asiens und Amerikas, führte von Pierer aus. Im vergangenen Jahr erzielte Siemens in den USA Erlöse von gut 16 Milliarden US-Dollar (gut 32 Milliarden Mark) und beschäftigte rund 76 000 Mitarbeiter - mehr als Intel oder Cisco auf ihrem Heimatmarkt. "Schon bald" werde Siemens mit 90 000 Beschäftigten einen Umsatz von 25 Milliarden US-Dollar erreichen.

Seit Verabschiedung des Zehn-Punkte-Programms zur Steigerung des Unternehmenswertes im Jahr 1998 hat Siemens in den USA eigenen Angaben zufolge fast acht Milliarden US-Dollar für Akquisitionen aufgewendet. In dieser Summe ist das laufende Gebot für den Internet-Technologieentwickler Efficient Networks bereits enthalten. Zu den namhaften Unternehmen, die Siemens in den vergangenen Jahren übernommen hat, zählen das fossile Kraftwerksgeschäft von Westinghouse sowie der Medizintechnikanbieter Accuson.

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