Siemens reicht Plus von 2,42 Prozent zum besten Tagesergebnis
Dax taucht zum Wochendende ins Minus ab

Die deutschen Aktienmärkte sind schwächer aus dem Handel gegangen. Der Dax verlor 0,63 Prozent auf 7 232,42 Punkte. Der die 70 Nebenwerte abbildende MDax büßte gleichzeitig 0,09 Prozent auf 4 827,94 Punkte ein. Am Neuen Markt gab der Nemax50 (Performance-Index) um 0,80 Prozent auf 5 677,37 Punkte nach. Die Wall Street zeigte sich zu Börsenschluss in Deutschland etwas leichter. Der Dow-Jones-Index notierte 0,3 Prozent tiefer auf 11 020 Punkten.

dpa/rtr/HB FRANKFURT. Eigentlich sind sich (fast) alle einig: Die amerikanische Notenbank wird bei ihrer Sitzung in der kommenden Woche nicht an den Zinsen drehen. Die oft bemühte Begründung für schwache Kurse zieht also nicht. Und doch fehlten dem Markt heute Impulse. Analysten erklären die stagnierenden Kurse daher mit der zweiten Universalerklärung - UMTS. Jetzt, nach dem Ende der UMTS-Auktion, sei vielen Anlegern bewusst geworden, wie viel Geld das Mobilfunkabenteuer der dritten Generation verschlingen werde. Besonders plausibel klingt auch diese Begründung nicht, denn die heute versteigerten Zusatzlizenzen waren vergleichsweise billig zu haben. Allerdings trugen die in der Öffentlichkeit ausgetragenen Fehden der Telekommunikationskonzene heute wenig dazu bei, das Vertrauen in die Solidität der Aktien wieder herzustellen. Am Nachmittag veröffentlichte US-Handelszahlen blieben ohne Einfluss.

An späten Sommertagen halten es die Anleger offensichtlich mehr mit einfachen Regeln: Netzausrüster hui, Telekommunikationskonzerne pfui. In Zahlen: Telekom verloren 2,5 Prozent auf 46,03; Siemens legten 2,42 Prozent auf 169,92 Euro zu. Noch deutlicher fiel der Abschlag beim Neue-Markt-Wert Mobilcom aus. Die Aktie verbuchte ein Minus von 8,3 Prozent auf 109,0 Euro.

Zuwächse gab es dagegen bei den Technologiewerten: Infineon gingen mit einem Zuwachs von 1,07 Euro auf 75,57 Euro (+1,44 Prozent) aus dem Handel; Epcos verteuerten sich um 1,29 auf 98,49 Euro (+1,33 Prozent).

Noch schwächer als die T-Aktie, die tief gefallene Volksaktie, schlossen heute HypoVereinsbank, die 3,64 Prozent auf 66,10 Euro einbüßten. Auch Eon mussten Einbußen hinnehmen, die Aktie verlor 0,6 Prozent auf 57,0 Euro. Damit notierte der deutsche Energiekonzern 15 Euro schwächer als das von der Investmentbank Goldman Sachs heute ausgegebene Kursziel.

Wenige Gewinner am Neuen Markt

In einem schwachen Markt gab es im Neuen Markt einige Ausreißer, unter ihnen gerade auch einige Neuzugänge: Internolix gehörten mit plus 24,33% auf 25,50 Euro zu den Tagesgewinnern. Der Anbieter von Software zum Aufbau elektronischer Marktplätze konnte eine Vertriebsallianz mit IBM für die Online-Shops des Unternehmens abschließen. In Reaktion auf die Nachricht haben die Limburger auch eine Revision ihrer Planzahlen angekündigt.

Tria Software tauchten nach der Veröffentlichung vorläufiger Zahlen zum Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr ebenfalls auf den Einkaufslisten einiger Anleger auf. Die Aktien kletterten um 11,3% auf 38,62 Euro. Tria hatte einen Anstieg des Konzernumsatzes um 80% in Aussicht gestellt.

Aus einer zeitweiligen Lethargie ist am Nachmittag die am vergangenen Freitag am Neuen Markt und der Nasdaq gestartete Aktie von Lion Bioscience erwacht und konnte bei regem Handel stark hinzugewinnen. Händler machten die freundliche Stimmung für den Bio-Informatik-Spezialisten in den USA als Beweggrund aus. Die Aktien gingen in Frankfurt mit plus 16,75% bei 71,10 Euro aus dem Handel.

Macropore , eine weitere Neuemission aus dem Biotech-Bereich, konnten im späten Geschäft ebenfalls in die Höhe schießen. Die Aktien beendeten die Handelswoche mit einem Plus von 20,59% bei 22,90 Euro. .

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