Siemens und Infineon könnten Boden gefunden haben
Analysten erwarten weitere Epcos-Talfahrt

Seit Jahresanfang hat die Aktie von Siemens um 38 Prozent, die von Infineon um 32 und das Papier von Epcos um 45 Prozent nachgegeben.

fer DÜSSELDORF. Der Absturz der Aktienkurse der Siemens-Familie könnte noch weiter gehen. Analysten sehen unterschiedliche Perspektiven für die Papiere: Während die Kurse von Siemens und Infineon allmählich den Boden erreichten, könnte es bei Epcos noch weiter abwärts gehen. Seit Jahresanfang hat die Aktie von Siemens um 38 Prozent, die von Infineon um 32 und das Papier von Epcos um 45 Prozent nachgegeben. Mit dieser Kursentwicklung sind die drei Unternehmen die Schlusslichter im Dax-30.

"Das Schlimmste müsste Siemens hinter sich haben", sagt Alfred Schöngraf von Delbrück Asset Management. Etwas zurückhaltender gibt sich Adrian Hopkinson von West LB Panmure. Er hat die Aktie des Münchener Technologie-Konzerns erneut mit "Neutral"eingestuft. Demnach geht er davon aus, dass sich das Papier auf Sicht von zwölf Monaten im Vergleich zum Index in einer Schwankungsbreite von plus/minus 10 Prozent entwickelt. Momentan steht Siemens bei rund 58 Euro und legte am Mittwoch trotz der allgemein als schlecht bewerteten Zahlen zu. Positiv wurde im Markt die Entlassung des für die Telefon- und Netzwerksparte verantwortlichen Vorstands Roland Koch gewertet. In den vergangenen Wochen hatten Analysten die Kursziele gesenkt. ABN Amro erwartet einen Kurs von 70 nach zuvor 75 Euro, Schroder Salomon Smith Barney rechnet mit nur noch 60 statt 83 Euro.

Infineon "fair bewertet"

Bei Infineon gehen die Analysten davon aus, dass das Papier seinen Boden gefunden habe. Momentan steht der Kurs bei rund 27 Euro. Ingo Queiser von Julius Bär sieht den Wert als "fair bewertet". Die Analysten von ING Barings geben ein Kursziel von 30 Euro aus. Klaus Iltgen von West LB Panmure ist optimistisch: Er hat auf Sicht von 12 Monaten ein Kursziel von 38 Euro.

Im Gegensatz zu Infineon habe der Epcos-Kurs seine Talfahrt noch nicht beendet, sagt Queiser. Momentan steht Epcos bei rund 52 Euro. Das Unternehmen präsentiert heute seine Zahlen zum dritten Quartal. Epcos Geschäftsjahr endet am 30. September. Für die Zahlen erwartet Queiser "keine großen Überraschungen". Epcos habe bereits am 13. Juli vor einem gesunkenen Gewinn gewarnt und werde die neuen Prognosen wohl einhalten. Es gebe aber dennoch keinen Grund, die Aktie zu kaufen - die Geschäftsentwicklung im Mobilfunksektor belebe sich nicht, und außerdem werde Epcos ein schwieriges viertes Quartal haben. Queiser erwartet, dass das Unternehmen auch im Geschäftsbereich Kondensatoren Probleme bekommt. Er hat die Aktie auf "reduzieren" eingestuft. Analysten von ING Barings raten ebenfalls zum Verkauf - sie sehen die Aktie bei 47 Euro.

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