Siemens und Lufthansa mit Gewinnen
Dax weiterhin im Minus

Im Vorfeld der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed Mitte der Woche haben sich die deutschen Standardwerte am Montag bei Kursverlusten der Chemie-und Pharmawerte leichter präsentiert.

Reuters FRANKFURT. Der Dax notierte zur Mittagszeit um 0,3 Prozent schwächer auf 5 924 Punkten. "Vor der Zinsentscheidung halten sich viele zurück, die Umsätze sind dünn", sagte ein Händler. "Wir sehen heute eine technisch bedingte Erholung bei den jüngst angeschlagenen

Die Titel von Schering verbuchten im Dax die größten Kursverluste, was Händler auf die Gewinnwarnungen des US-Pharmakonzerns Merck in der Vorwoche zurückführten. Im Abwind lagen auch die Titel von Bayer . Von dem Unternehmen wird die Veröffentlichung einer aktuellen Jahres-Gewinnprognose erwartet.

Mit Blick auf die anstehende Zinsentscheidung der Fed, die am Mittwoch kurz nach 20.00 Uhr MESZ erwartet wird, gehen Volkswirte und Analysten überwiegend davon aus, dass die Notenbank die Leitzinsen um zumindest 25 Basispunkte senken wird, nachdem sie seit dem 3. Januar ihren maßgeblichen Zielsatz für Tagesgeld in bislang fünf Schritten um zusammen 2,5 Prozentpunkte auf derzeit 4,0 Prozent reduziert hat.

Simon Rose, Aktienhändler bei der KBC Bank Deutschland sagte, möglich sei, dass die Fed die Zinsen nicht senkt, da die vergangenen Zinssenkungen relativ schnell hintereinander erfolgt seien. "Das Problem ist aber, dass der Markt eine Art Unterstützung braucht und wenn es nicht von der Fed kommt, könnte es sein, dass wir wichtige Unterstützungen (im Dax) verpassen und der Markt wieder in Richtung neue Lows geht". Dabei laufe der Dax bei Unterschreiten der Marke von 5 800 Punkten Gefahr, wieder auf Stände um die 5 400 Zähler zu fallen. "Wenn wir weitere Gewinnwarungen bekommen und eine Nicht-Entscheidung der Fed, dann sieht es hier nicht allzu rosig aus".

Vor allem Chemie- und Pharmatitel betroffen

Von den jüngsten Gewinnwarnungen der Konzerne Merck und BASF zeigten sich am Montag sowohl am heimischen Aktienmarkt als auch europaweit die Chemie- und Pharmatitel betroffen. Die Liste der Verlierer führten im Dax die Aktien von Schering mit einem Abschlag von mehr als 3,2 Prozent auf 61,81 Euro an. Die Aktien von BASF und Bayer gaben um ein und 0,8 Prozent ab.

Der Dow Jones Stoxx 50-Chemie-Index fiel um 0,5 Prozent, der Pharmaindex um 0,73 Prozent. "Hier belastet nach wie vor die Meldung von BASF in der letzten Woche", sagte Andreas Heine, Analyst für Chemiewerte bei der Hypo-Vereinsbank. "Das Branchenszenario ist eingetrübt und weitere Gewinnrevisionen sind nicht auszuschließen." Zudem stehe die angekündigte aktuelle Gewinnprognose von Bayer noch aus.

Mit Blick auf die angekündigte Mitteilung des Chemiekonzerns sagte Heine weiter: "Die Rahmendaten haben sich verschlechtert, so dass Bayer ihre Gewinnvorhersage nicht anheben, sondern allenfalls bestätigen oder nach unten nehmen wird." Bayer hat nach einer Gewinnwarnung des Konkurrenten BASF eine aktuelle Jahres-Gewinnprognose für die nächsten Tage in Aussicht gestellt.

Siemens und Lufthansa mit Gewinnen

An der Spitze der Gewinner im Dax standen die Titel von Siemens und Lufthansa, die sich Händlern zufolge von ihren jüngsten Verlusten technisch erholten. Die Aktien von Siemens gewann um 1,7 Prozent, die von Lufthansa um 1,5 Prozent.

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