Siemens und ThyssenKrupp geben eigene Pläne auf
Transrapid: China verfügt über alle Blaupausen

Das Transrapid-Konsortium der Unternehmen ThyssenKrupp und Siemens, das in Schanghai die erste kommerzielle Strecke baut, hat die Pläne für eine eigenständige Vermarktung der Magnetschwebebahn aufgegeben.

dhs/mka DÜSSELDORF. Nach Aussagen eines Vorstandsmitglieds hat ThyssenKrupp bereits vor Monaten den chinesischen Behörden alle für Planung und Bau der Bahn notwendigen Blaupausen zur Verfügung gestellt. Damit verfügen die Chinesen über umfassendes Know-how und sind in der Lage, den Transrapid in allen wesentlichen Teilen selbst zu produzieren.

Bei der Transrapid-Strecke in Schanghai ging es den Chinesen von Anfang an weniger um eine schnelle Verbindung zwischen Flughafen und Innenstadt als vielmehr um den Erwerb deutscher Technologie. Entsprechenden Druck spürten die ThyssenKrupp-Vorstände Eckhard Rohkamm und Heinrich Igelbüscher bereits vergangenes Jahr in Schanghai. Die Chinesen gründeten eine eigene Zulassungsbehörde, die von den Deutschen alle Unterlagen anforderte. In der Hoffnung, dass die Chinesen frühestens 2010 in der Lage wären, das System komplett zu adaptieren, entschied man bei ThyssenKrupp intern, sämtliches Know-how zur Verfügung zu stellen. "Das Thema ist gelaufen", hieß es zum Punkt Technologietransfer im Vorstand des Düsseldorfer Konzerns.

Quelle: WirtschaftsWoche

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