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Siemens und Yazaki kooperieren bei Autoelektronik

Der Technologiekonzern Siemens AG will mit der japanischen Yazaki Corp. auf dem Gebiet der Autoelektronik für Pkw kooperieren. Die entsprechende Vereinbarung sehe die Gründung von insgesamt drei Gemeinschaftsunternehmen vor, teilte Siemens am Montag mit.

Reuters MÜNCHEN. Für die Entwicklung und den Vertrieb von Bordnetzsystemen, über die die Autoelektronik verkabelt und gesteuert wird, werde jeweils ein Joint-Venture in Deutschland und in den USA aufgebaut, an dem die beiden Partner je zur Hälfte beteiligt würden. An einem weiteren Joint-Venture für die Fertigung von Bordnetzen werde Yazaki mit 75 % und Siemens mit 25 % beteiligt sein. Über finanzielle Details sei Stillschweigen vereinbart worden.

Im frühen Handel stiegen die Siemens-Aktien am Montag nach der Bekanntgabe der Kooperation um rund fünf Prozent auf 115,50 Euro, während der Dax nur mit 1,5 % im Plus lag.



Franz Wressnigg, Chef der Siemens-Tochter Automotive AG, bezeichnete die Vereinbarung als wichtigen strategischen Schritt bei der Neuausrichtung des Arbeitsgebietes Kfz-Bordnetze. "Wir wollen uns bei den Bordnetzen auf die Bordnetz-Elektronik und-Systeme konzentrieren, während Yazaki die unternehmerische Führung bei der Produktion von Kabelnetzen übernehmen wird", teilte er mit. Synergien würden sich aus der Zusammenführung des Elektronik-Know-Hows und der Fertigungstechnik beider Konzerne ergeben. Die Höhe des erwarteten Einsparungspotenzials wurde allerdings nicht genannt. Die Transaktion muss den Angaben zufolge noch von den entsprechenden Unternehmensgremien sowie von den Kartellbehörden genehmigt werden.

In die beiden in Regensburg und dem amerikanischen Detroit ansässigen System-Joint-Ventures bringe Siemens seine Entwicklungskompetenz aus Regensburg, Brake, Toulouse und Detroit ein, hieß es in der Mitteilung weiter. Die Gemeinschaftsunternehmen würden die weltweiten Geschäfte der Kunden Ford, BMW und Renault betreuen. In die Fertigungsgesellschaft mit Sitz in Köln und Regensburg bringe Siemens ihre Produktionsstätten aus der Slowakei, Tschecheien, Litauen, Indien, Türkei und Brasilien mit einem aggregierten Umsatz von 240 Mill. Euro und rund 5000 Mitarbeitern ein. Für die Siemens-Produktionswerke in Stribo (Tschechien), Portugal, Belgien und Mexiko würden derzeit weitere Verhandlungen über eine Kooperation mit einem anderen Unternehmen geführt.

Die Siemens Automotive AG beschäftigt insgesamt 30 000 Mitarbeiter und hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 1999/2000 (zum 30. September) einen Umsatz von 3,8 Mrd. Euro und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von rund 91 Mill. Euro erzielt.

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