Siemens verbucht das größte Minus im Dax: Alle Dax-Werte schließen mit Verlusten

Siemens verbucht das größte Minus im Dax
Alle Dax-Werte schließen mit Verlusten

Der Start in die Börsenwoche ist für die deutschen Standardaktien voll daneben gegangen. Angst vor schwachen Quartalszahlen und vor allem vor schlechten Ausblicken wichtiger US-Unternehmen drückten die Kurse am Montag tief in den Keller.

DÜSSELDORF. Das Geschäft mit Wasser, Gas und Strom gilt gemeinhin nicht als besonders sexy. Gerade aber wegen ihres defensiven Charakters gehörten die Aktien des Essener Versorgers RWE nach Aussagen von Händlern am Montag zumindest zeitweise zu den wenigen Gewinnern im Deutschen Aktienindex (Dax). Am späten Nachmittag wurden RWE jedoch von der allgemein schlechten Stimmung mit nach unten gezogen und drehten dann kurz vor Handelsschluss noch ins Minus. Die Aktie verlor 0,12 %, nachdem sie zwischenzeitlich 1,55 % gewonnen hatte. Damit gab es keinen einzigen unter den deutschen Standardwerten, der nicht mit Verlusten schloss.

Schon die schwache Eröffnung am Morgen hatte die Richtung für die Entwicklung des Dax vorgegeben. Auch im Verlauf des Tages besserte sich die Stimmung bei niedrigen Umsätzen nicht mehr. Im Gegenteil: Der Dax weitete seine Verluste vom Morgen aus und schloss mit minus 2,77 % bei bei 5 065,84 Punkten.

"Der Handel ist heute von Zurückhaltung geprägt. Alle warten in dieser Woche mit Spannung auf eine Reihe von Unternehmensmeldungen und Konjunkturdaten aus den USA. Erst wenn wir wissen, ob diese Nachrichten gut oder schlecht ausfallen werden, wird der Handel wieder lebhafter werden", sagte ein Händler. In dieser Woche werden aus den USA unter anderem Quartalszahlen von wichtigen Unternehmen wie IBM, Microsoft, Intel, General Electric, General Motors und Citigroup erwartet. Zudem trage die maue Nachrichtenlage bei den Unternehmensmeldungen zu den niedrigen Umsätzen bei, erklärte der Händler.

"Wie wir erwartetet hatten, belasten die Aussagen von Alan Greenspan die Stimmung an der Börse", sagte Alfred Kaiser vom Maklerhaus Fritz Nols. US-Notenbankchef Greenspan hatte am Freitag in einer Rede von weiter bestehenden Konjunkturrisiken gesprochen. Unter Druck standen in Frankfurt vor allem die Telekom - und Technologiewerte. Sie setzten damit ihre Verluste der Vorwoche fort.

Die Aktien der Deutschen Telekom fielen um 4,22 % und landeten damit auf Platz zwei der Verliererliste. Der Bonner Telekommunikationskonzern hatte zwar angekündigt, an der Auszahlung einer Dividende festzuhalten. Der Aktie habe das aber wenig geholfen, sagte ein Händler. Vielmehr hätten sich Anleger über eine verfehlte Informationspolitik des Konzerns beim Kauf der restlichen Debis-Aktien geärgert.

Tagesverlierer waren Siemens mit minus 4,39 %. Münchener Rück litten laut Händlern darunter, dass die Deutsche Bank und die Schroder Salomon Smith Barney die Aktie herabgestuft hatten. Auch Allianz gehörten zu den ganz großen Verlierern.

In Grenzen hielten sich die Abgaben dagegen beim MDax. Der Index der 70 mittelgroßen Werte verlor bis zum Handelsschluss 0,61 % auf 4 336,94 Punkte. Auf der Gewinnerseite standen im MDax die Papiere des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport. Sie legten deutlich zu, nachdem die Deutsche Bank die Aktie auf "Buy" hochgestuft hatte.

Die Regionalbörsen tendierten uneinheitlich. Während sich Hamburg, Berlin, Hannover und Stuttgart behaupten konnten, zeigten sich die Kurse in Düsseldorf und München leichter. Die Regionalwerte in Bremen notierten knapp behauptet.

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