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Siemens Verkehrstechnik kehrt in die Gewinnzone zurück

Die Siemens Verkehrstechnik (VT) fährt nach verlustbringenden Geschäften der Vorjahre wieder auf der Gewinnspur. VT als einer der führenden Anbieter der internationalen Bahnindustrie habe in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres (bis 30. Juni) ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) von 59 Millionen Euro und damit eine Verbesserung um rund 100 Millionen Euro erzielt, teilte Siemens-Bereichschef Herbert H. Steffen am Dienstag in Berlin mit.

adx BERLIN.

Im Vorjahreszeitraum hatte die Bahnindustriesparte von Siemens, neben ADtranz und der Bombardier-Tochter DWA wichtigster deutscher Bahntechnik-Hersteller, die Folgen geringer Ertragsmargen aus früheren Aufträgen verringert, musste aber nochmals einen Verlust vor Steuern und Zinsen von 42 Millionen Euro hinnehmen. Der Auftragseingang wuchs in den vergangenen neun Monaten um rund 60 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Der Umsatz legte zugleich um rund die Hälfte von 2,2 auf 2,9 Milliarden Euro zu, wie Steffen weiter sagte. Im gesamten Geschäftsjahr 1998/99 hatte VT mit weltweit rund 14.500 Mitarbeitern knapp drei Milliarden Euro (gut 5,8 Milliarden Mark) erlöst.

Basis für die Ertragswende sei eine 1999 gestartete Restrukturierung gewesen, hob der Bereichschef hervor. Dank dieser VT-Offensive sei das Kerngeschäft heute saniert und das Portfolio optimiert. «Deshalb haben wir nun den Rücken frei, uns noch stärker auf wichtige Zukunftsthemen wie Servicegeschäft und E-Business zu konzentrieren», betonte Steffen. Nach seinen Worten gehört Siemens-VT schon jetzt zu den Schrittmachern auf allen wichtigen Zukunftsfeldern der Branche. Steffens verwies auf die Technologie- und Innovationsstärke bei der Bahnautomatisierung sowie der Signal- und Sicherungstechnik, die unter anderem beim Nachfolger des früheren Ostberliner Betriebes WSSB gefertigt wird. Die Verkaufserfolge bei Niederflurstraßenbahnen, Lokomotiven und Metros zeigten, dass Siemens VT mit seinen Plattformkonzepten richtig liege. Die erfolgreiche Inbetriebnahme von schlüsselfertigen Projekten wie bei der U-Bahn in chinesischen Guangzhou sowie in Bangkok unterstrichen die Weltspitzenposition bei Turnkey-Geschäften.

Zugleich werde die eigene Informationstechnik-Kompetenz künftig noch mehr zum Wettbewerbsvorteil bei Funkfahrbetrieb, Energie- und Fahrgeldmanagement sowie Fahrgastinformation. Als nächsten Schritt im E-Business wird Siemens VT auf der bevorstehenden Weltleitmesse der Transporttechnik «Innotrans 2000» in Berlin am 13. September einen Online-Shop für Ersatzteile und Services eröffnen. Dieser «Rail Mail»-Shop starte mit der Niederflurstraßenbahn Combino, sagte Steffen. Später sollen andere Fahrzeuge, Komponenten und Leistungen hinzukommen.

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