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Siemens will im Wasser-Geschäft schneller als der Markt wachsen

Der margenschwache Siemens-Bereich Industrielle Dienstleistungen (I & S) will nach der Übernahme des US-Marktführers US Filter das lukrative Geschäft mit der Aufbereitung von Wasser weiter ausbauen. "Wir wollen schneller wachsen als der Markt", sagte I & S- Bereichschef Joergen Ole Haslestad im Club Wirtschaftspresse München.

dpa-afx MÜNCHEN. Der margenschwache Siemens-Bereich Industrielle Dienstleistungen (I & S) will nach der Übernahme des US-Marktführers US Filter das lukrative Geschäft mit der Aufbereitung von Wasser weiter ausbauen. "Wir wollen schneller wachsen als der Markt", sagte I & S- Bereichschef Joergen Ole Haslestad im Club Wirtschaftspresse München.

Die Branche werde in den nächsten Jahren dabei um durchschnittlich gut sechs Prozent zulegen. "Durch den steigenden Verbrauch liegt weltweit die Nachfrage nach Wasser über dem natürlichen Angebot." Weitere Akquisitionen im Wassergeschäft seien möglich. Haslestad ließ offen, ob der Bereich im kommenden Geschäftsjahr die vom Siemens-Konzern vorgegebenen Renditeziele erreicht.

Nach Verlusten in den beiden Geschäftsjahren zuvor hatte I & S in den ersten drei Quartalen des Jahres 2003/04 vor Steuern und Zinsen eine Gewinnmarge von 2,1 Prozent erzielt. "Wir sind nicht zufrieden, bevor wir unsere Zielmarge erreicht haben", sagte Haslestad. Siemens-Chef Heinrich von Pierer hatte dem Bereich eine Mindestrendite von vier bis sechs Prozent vorgegeben. I & S beschloss den Abbau von 5 000 Arbeitsplätzen. Der allergrößte Teil sei mittlerweile umgesetzt, sagte Haslestad. Ein darüber hinaus gehender Stellenabbau sei derzeit nicht geplant.

Sanierung Geht Teilweise Nicht Schnell Genug Voran

Der Bereichschef räumte ein, dass ihm die Sanierung teilweise nicht schnell genug voran ging. Nach der Bereinigung des Geschäfts könne I & S nun aber nach vorne schauen. Das Ziel einer Rendite von vier bis sechs Prozent gelte weiter. "Wir sind in die richtige Richtung unterwegs." Für das Geschäftsjahr 2004/05 wollte sich Haslestad aber nicht festlegen.

Die Übernahme von US Filter für rund eine Milliarde Dollar war für Siemens im Wasser-Geschäft ein Quantensprung. Die eigenen Aktivitäten in diesem Bereich kamen nur auf ein Umsatzvolumen von 200 Mill. Euro, durch US Filter kam etwa eine Milliarde dazu. "Nur drei Wettbewerber realisieren weltweit einen Umsatz größer als eine Milliarde Euro", sagte Haslestad. Das übernommene Geschäft sei zudem profitabel.

US Filter soll im kommenden Geschäftsjahr die Rendite-Vorgaben des Gesamtbereichs übertreffen. Haslestad zeigte sich zuversichtlich, dass bei US Filter nicht noch unangenehme Überraschungen auftauchen. "Es gibt keine Sorgenkinder."

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