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Siemens will VA Tech nach erfolgreicher Übernahme von Börse nehmen

Der Elektrokonzern Siemens will den österreichischen Konkurrenten VA Technologie AG bei einer erfolgreichen Übernahme voll eingliedern und dessen Aktien von der Börse nehmen. Dies geht aus dem am Freitag veröffentlichten offiziellen Angebot an die VA-Tech-Aktionäre hervor.

dpa-afx MÜNCHEN. Der Elektrokonzern Siemens will den österreichischen Konkurrenten VA Technologie AG bei einer erfolgreichen Übernahme voll eingliedern und dessen Aktien von der Börse nehmen. Dies geht aus dem am Freitag veröffentlichten offiziellen Angebot an die VA-Tech-Aktionäre hervor. Gleichzeitig verlangt Siemens die ersatzlose Streichung der Stimmrechtsbeschränkung auf 25 Prozent. Pro Anteilsschein bieten die Münchener 55 Euro. Die Frist läuft vom 13. Dezember bis 9. Februar.

Das im Amtsblatt zur "Wiener Zeitung" veröffentlichte freiwillige Angebot enthält die Forderung, dass die Stimmrechtsbeschränkung vor Ablauf der Frist aufgehoben wird. Ansonsten würde das Angebot ungültig. Gemäß der Konzernsatzung darf kein Aktionär mehr als 25 Prozent der Stimmrechte ausüben. Um eine Satzungsänderung zu erreichen, müsste VA Tech eine Hauptversammlung einberufen und dabei eine Dreiviertel-Mehrheit erzielen. Siemens behielt sich allerdings die Möglichkeit vor, bis zum dritten Handelstag vor Ende der Annahmefrist auf diese Bedingung zu verzichten.

VA-Tech-Aktien Geben Nach

Wie die Tageszeitung "Der Standard" berichtet, forciert Siemens die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung nach den Weihnachtsferien. Ziel sei die Abschaffung des Höchststimmrechts. Die VA Tech bestätigte der österreichischen Nachrichtenagentur APA, dass sich Siemens um Einberufung einer Hauptversammlung bemühe.

An den Aktienmärkten in Frankfurt und Wien gaben VA-Tech-Aktien bis zum Nachmittagt um 0,62 Prozent auf 58,01 Euro nach, während Siemens in einem freundlichen Umfeld um 0,42 Prozent auf 61,46 zulegten.

Siemens: Preis Fair

Im Hinblick auf den Preis verweist Siemens darauf, dass der Kurs der VA-Tech-Papiere wegen des erwarteten Übernahmeangebots schon deutlich gestiegen ist. Insofern sei das Angebot "äußerst fair" erklärte, der Generaldirektor der Siemens AG Österreich, Albert Hochleitner. Die 55 Euro pro Aktie bedeuteten einen Aufschlag von 14,97 Prozent gegenüber dem gewichteten durchschnittlichen Börsenkurs von 47,84 Euro der letzten sechs Monate vor der Bekanntgabe der Übernahmeabsicht, also seit 6. Mai 2004. Gerechnet wurden dabei nur Handelstage.

Siemens sieht in dem Zusammengehen eine wesentliche Stärkung der Marktposition beider Partner in den Bereichen Metallurgie, Energieübertragung und-verteilung, Energieerzeugung und Infrastruktur sowohl global als auch in wichtigen regionalen Wachstumsmärkten wie Mittel- und Osteuropa. VA Tech erhielte durch das Vertriebs- und Forschungspotenzial von Siemens die strategischen Voraussetzungen, um am künftigen Wachstum der globalen Märkte erfolgreich zu teilzuhaben.

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