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Siemens zieht sich von VA-Tech-Einstieg zurück

Der Elektronikkonzern Siemens hat seine Übernahmepläne für den Mischkonzern VA Tech angesichts des massiven Widerstands in Österreich aufgegeben. Die Sache habe sich nach jetzigem Stand erledigt, sagte ein Siemens-Sprecher am Mittwoch in München. Es sei von Anfang klar gewesen, dass eine feindliche Übernahme der VA Tech nicht in Frage komme.

dpa-afx MÜNCHEN/WIEN. Der Elektronikkonzern Siemens hat seine Übernahmepläne für den Mischkonzern VA Tech angesichts des massiven Widerstands in Österreich aufgegeben. Die Sache habe sich nach jetzigem Stand erledigt, sagte ein Siemens-Sprecher am Mittwoch in München. Es sei von Anfang klar gewesen, dass eine feindliche Übernahme der VA Tech nicht in Frage komme.

Die österreichische Bundesregierung hatte am Dienstag deutlich gemacht, dass sie einen Siemens-Einstieg mit oder ohne den Finanzinvestor Mirko Kovats als feindliche Übernahme betrachte und verhindern werde. Gegen diesen Widerstand mache ein Einstieg keinen Sinn mehr, hieß es nun bei Siemens.

Zuvor hatte die Bundesregierung den Privatisierungsauftrag der staatlichen Öiag verändert, damit die Staatsholding bei einer Kapitalerhöhung mitziehen und ihren Anteil von 15 % halten könne. Kovats, der 12,53 % an VA Tech hält, hatte die Übernahmespekulation in Gang gesetzt. Er hatte das Siemens-Interesse öffentlich gemacht.

Betriebsrat Fürchtete Jobverlust

Der Konzernbetriebsrat, der für den Fall einer Übernahme den Verlust von tausenden Arbeitsplätzen befürchtet, hatte indirekt mit Streikmaßnahmen gedroht. In der Vorwoche hatte Siemens erstmals generelles Interesse an Teilbereichen der VA Tech bestätigt. Eine Übernahme hätte Siemens laut Medienberichten bis zu 900 Mill. ? kosten können. VA Tech erwartet für 2004 einen Netto-Verlust von 65 Mill. bis 70 Mill. ?.

Die Victory Industriebeteiligung AG um den Industriellen Mirko Kovats ist mit 12,53 % an der VA Tech beteiligt. Die staatliche Österreichische Industrieholding Öiag hält 15 %. Die übrigen 72,47 % der 15 Mill. Aktien sind im Streubesitz. Medienberichten zufolge planten Siemens und Victory ein Angebot von 55 bis 60 ? je VA Tech-Aktie.

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