Sigma-Studie des Rückversicherers Swiss Re
Finanzmärkte und Schäden bremsten Versicherer aus

Die Turbulenzen an den Finanzmärkten und eine hohe Schadenbelastung haben die Entwicklung der Versicherungsbranche im Jahr 2001 weltweite gebremst. Inflationsbereinigt fiel der Prämienanstieg mit nur einem Prozent so gering aus wie zuletzt zu Beginn der 80-er-Jahre, hiess es in einer am Mittwoch verfügbaren Sigma-Studie des Rückversicherers Swiss Re.

Reuters ZÜRICH. Im zuletzt boomenden Lebensversicherungs-Geschäft gingen die Prämien sogar um 1,8 Prozent zurück, während im Nichtleben-Bereich ein Wachstum von 5,4 Prozent resultierte, hiess es. Insgesamt erreichten die Prämieneinnahmen im Vorjahr 2408 Milliarden Dollar. Davon entfielen 1439 Milliarden Dollar auf das Leben- und 969 Milliarden Dollar auf das Nichtleben-Geschäft.

Die Abwärtstendenz der Aktienmärkte habe die Nachfrage nach index- und fondsgebundenen Produkten gedämpft, was auch durch anziehende Nachfrage nach Lebensversicherungen nicht habe kompensiert werden können, hiess es in der Studie. Im laufenden Jahr dürften nach Ansicht von Swiss Re die Prämieneinnahmen im Leben-Geschäft wieder steigen, wenn auch dem Ausmass wie in den 90-er-Jahren. Die Entwicklung an den Aktienbörsen habe zudem die Rentabilität und die Kapitalausstattung der Lebensversicherer belastet.

Im Nichtleben-Bereich habe sich die Erholung bei den Prämien im vergangenen Jahr mit einem überdurchschnittlichen Wachstum zwar fortgesetzt, die Rentabilität der Versicherer sei jedoch weiter ungenügend. Hohe Schadenbelastungen, wie sie etwa aus den Anschläge von 11. September resultierten, sowie sinkende Anlageergebnisse hätten belasteten die Ergebnisse 2001.

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