Silber für Synchronspringer Wels und Schellenberg
Gold für Rupprath und Henke

Jana Henke und Thomas Rupprath haben die Chance genutzt und sind beim "Landgang" von Franziska van Almsick bei der EM in Berlin mit Gold über 800 m Freistil und 50 m Rücken ins Rampenlicht geschwommen. Rupprath ließ seinem Freund und Titelverteidiger Stev Theloke nur Silber.

HB BERLIN. "Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen", sagte Rupprath nach seinem ersten großen Titelgewinn. Jana Henke überraschte die Konkurrenz als 28-Jährige mit einem souveränen Sieg und fand kaum Worte: "Einfach Wahnsinn." Weltmeisterin Hannah Stockbauer musste sich mit Bronze begnügen. Andreas Wels und Tobias Schellenberg (Halle/Leipzig) setzten die Medaillenjagd der Wasserspringer mit Silber im Synchronspringen vom 3-m-Brett erfolgreich fort.

Rupprath hatte seine Ansprüche über 50 m Rücken mit zwei Europarekorden angemeldet. Im Halbfinale war er in 25,00 Sekunden schon bis auf 1/100 am Weltrekord des Amerikaners Lenny Krayzelburg dran. Im Finale begnügte er sich mit 25,05 Sekunden für den Titel. "Ich hatte etwas Glück beim Anschlag", befand der Sieger. Theloke hatte den Start verschlafen und wurde dank einer Aufholjagd in 25,12 immerhin Zweiter. "Beim Auftauchen nach dem Start habe ich bereits nur die Füße von Thomas gesehen", kommentierte er sein Missgeschick zum Rennbeginn.

Jana Henke lieferte über 800 m Freistil ein beherztes Rennen und schwamm in 8:23,83 Minuten souverän zu einem nie gefährdeten Sieg. Für die acht Jahre jüngere Weltmeisterin Hannah Stockbauer aus Erlangen blieb in 8:30,97 Minuten wenigstens Bronze. "Ich bin sprachlos", sagte Jana Henke, die schon vor neun Jahren in Sheffield den EM-Titel gewonnen hatte. "Ich habe gedacht: Augen zu und durch." Mit ihrer Zeit wäre sie in Fukuoka sogar Weltmeisterin geworden. Hannah Stockbauer: "Von meiner Zeit bin ich enttäuscht. Aber es ist vorbei, ich habe eine Medaille - und das alles neben dem Abitur." Annika Mehlhorn aus Baunatal blieb über 200 m Lagen nur der undankbare vierte Platz.

Wels/Schellenberg mussten als Titelverteidiger den Russen Dimitri Baibakow/Dimitri Sautin den Vortritt lassen. "Wir sind zufrieden mit Silber, hatten aber Gold angepeilt", sagte Wels, "gegen Sautin und Baibakow kannst du dir keinen Fehler erlauben."

Franziska van Almsick hatte eine Auszeit genommen. Die 24-Jährige verzichtete am Donnerstag auf den Start über 100 m Schmetterling. "Ich sehne mich nach einem freien Tag", sagte die Berlinerin. Sie feuerte das deutsche Team auf der Tribüne mit einer Tröte an. Nach zwei Mal Staffel-Gold und dem Triumph über 100 m Kraul im Einzelrennen will sie sich ganz auf die 200 m Freistil konzentrieren. In ihrer Weltrekord-Disziplin stehen an diesem Freitag Vorlauf und Halbfinale auf dem Programm. Über 100 m Schmetterling steht Daniela Samulski (Berlin) im Finale.

Als 32-Jähriger greift Jörg Hoffmann an diesem Freitag über 1500 m Freistil nach einer Medaille. Im Vorlauf schwamm der Diplom-Forstwirt aus Potsdam bei seiner neunten EM-Teilnahme seit 1987 in 15:14,61 Minuten die drittbeste Zeit. Der Olympia-Achte Heiko Hell (Elmshorn) belegte im Vorlauf Rang sieben. Stefan Herbst (Leutzsch) zog in das Finale über 200 m Freistil ein.

Über 50 m Brust qualifizierten sich Simone Weiler (Heidelberg) und Carolin Böhm (Rethen/Leine) sowie Titelverteidiger Mark Warnecke (Schwäbisch Gmünd) und Jens Kruppa (Riesa) für das Finale. Im Rücken- Sprint über 100 m stehen Antje Buschschulte (Wuppertal) und die Hamburgerin Sandra Völker im Endlauf.

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