Silber und zwei Mal Bronze
Schwimmer mit gutem WM-Auftakt

Silber und Bronze für die Langstreckenschwimmer Christian Hein und Britta Kamrau über 5 km, Bronze im Synchronspringen vom 3-m-Brett für Andreas Wels und Tobias Schellenberg: Die deutsche Mannschaft hat bei der Schwimm-WM in Barcelona einen tollen Start hingelegt und Appetit auf mehr gemacht.

dpa BARCELONA. "Das ist Wahnsinn, das ist grandios",sagte der Überraschungs-Zweite Hein, als er seinen Coup endlich begriffen hatte. Die 24 Jahre alte Jura-Studentin Britta Kamrau war erst einmal platt. "Ich kann nicht mehr", sagte sie, "das Ziel kam und kam nicht näher. Ich bin überglücklich." Christa Thiel, Präsidentin des Deutschen Schwimm- Verbandes (DSV), jubelte im Ziel unweit der weltbekannten Ramblas mit: "Hervorragend. Das ist ein toller Auftakt und sorgt für gute Stimmung in der Mannschaft."

Die wurde noch besser, als Wels/Schellenberg (Halle/Leipzig) in die Medaillenränge sprangen.. "Ich kann es noch nciht fassen. Einfach toll", sagte Schellenberg. Wels: "Wir haben ein gutes Programm. Es ist gut gelaufen." Anke Piper und Christin Steuer (Berlin) verpassten vom Turm als Vorkampf-14. das Finale klar. Die Titel gingen an die Russen Alexander Dobroskok und Dimitri Sautin und die Chinesinnen Lishi Lao/Ting Li. Die deutschen Wasserball-Frauen starteten mit einem 15:4-Sieg gegen Frankreich in das WM-Turnier.

"Wievielter bin ich?" fragte Christian Hein, als er im Hafen von Barcelona an Land kletterte. Nach großartigem Kampf, einer taktischen Meisterleistung und einem grandiosen Schlussspurt musste sich der 20 Jahre junge Student aus Würzburg nur dem Russen Jewgeni Koschkarow beugen: "Ich habe von Anfang an versucht, dran zu bleiben. Es hat geklappt."

Jetzt kommt der Erfolgsdruck

Glücklich fiel Britta Kamrau ihrem argentinischen Freund Augusto Cornestein in die Arme, der an ihrem Bronze-Tag seinen 26. Geburtstag feierte. Im Spurt hatte sie noch alles heraus gerissen. Viola Valli aus Italien verteidigte ihren Titel vor Jana Pechanova aus Tschechien. Die erst 17 Jahre alte Stefanie Biller aus Nördlingen wurde gute Siebte. "Es war ein ziemlich schnelles Rennen und ziemlich hart", sagte Britta Kamrau. Die Langstreckler mussten bei 25 Grad nicht nur gegen die Konkurrenz, sondern auch gegen Blechdosen und Quallen ankämpfen.

Am Mittwoch will Britta Kamrau ihren WM-Titel über 10 km verteidigen. Bundestrainer Christian Bartsch warnte: "Jetzt kommt der Erfolgsdruck hoch. Wir kämpfen um den Titel, aber du musst erst einmal eine Medaille schaffen." Um die Medaillen mitschwimmen will über 10 km auch die Wiesbadenerin Angela Maurer. Auch Hein will wieder angreifen.

Die Beckenschwimmer machen sich indes im Trainingslager auf Mallorca den Kopf frei für die WM-Wettbewerbe. "Hier kann man sich entspannt vorbereiten", sagt Sandra Völker. "Wir haben hier optimale Bedingungen. Das Wetter ist super, das Hotel ist super, das Essen ist super." Titel-Aspirant Thomas Rupprath fühlt sich "total gut". Am Donnerstag ziehen die Schwimmer nach Barcelona um. Am Sonntag stehen dann die ersten Wettbewerbe auf dem Programm. "Wir haben einen guten Einstieg gefunden", sagt Cheftrainer Ralf Beckmann. Einziges Sorgenkind ist Annika Mehlhorn, die Gelenkprobleme im Fuß hat.

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