Silberstreif am Horizont
Bahn startet mit Umsatz-Plus ins Jahr 2001

Die Deutsche Bahn AG hat in den ersten drei Monaten 2001 nach eigenen Angaben die Geschäftserwartungen des Konzerns übertroffen. Das Unternehmen habe im ersten Quartal 7,4 Mrd. DM umgesetzt und damit die eigenen Planungen um 3,2 % übertroffen, sagte Bahn-Aufsichtsratsmitglied Albert Schmidt (Grüne).

Reuters BERLIN. Auch das Betriebsergebnis liege trotz eines Minus von rund 76 Mill. DM klar über den Erwartungen. Er bestätigte damit entsprechenden Medienberichte. "Wir sehen einen Silberstreif am Horizont", sagte Schmidt. Die Bahn selbst verwies auf die Bilanzpressekonferenz am Donnerstag.

Die Zahlen zeigten, dass es eine Bewegung hin zur Schiene gebe, die sich verstetige, sagte Schmidt weiter. Der Trend aus dem vergangenen Jahr mit Zuwächsen beim Güter- und Personenverkehr setze sich fort. In beiden Bereichen habe die Bahn auch im ersten Quartal um gut 2 % zugelegt. Dies werde sich voraussichtlich auch im Gesamtjahr 2001 trotz der abflauenden Konjunktur auswirken. "Hier spielen die verkehrspolitischen Rahmenbedingungen eine Rolle", sagte Schmidt. Die Ökosteuer in Kombination mit den gestiegenen Ölpreisen sorgten dafür, dass der Individualverkehr auf der Straße nicht weiter wachse. Beim Güterverkehr gebe es dort nur noch ein leichtes Plus. "Es kommt mehr Verkehr auf die Schiene", sagte Schmidt.

Der Abbau der Beschäftigten wird sich dagegen nicht so schnell wie im ersten Quartal fortsetzen, sagte Schmidt. Nach seinen Angaben hatte das Unternehmen mit 221 000 Mitarbeiter gut 2000 weniger Beschäftigte als für Anfang 2001 geplant. Auch ein Sprecher der Gewerkschaft Transnet führte den stärkeren Personalabbau auf Sondereffekte zurück. So seien zum Jahresende 2000 viele Verträge von beamteten Bahnmitarbeiter ausgelaufen. Dies könne man nicht auf das Gesamtjahr hochrechnen.

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