"Simputer" soll rund 430 DM kosten
Indische PC-Firmen wollen Volks-Computer bauen

Reuters NEU-DELHI. Indische Computerhersteller wollen in Kürze einen Computer auf den Markt bringen, der für die einheimische Bevölkerung erschwinglich sein soll. Wie der indische Verband der Hersteller von Informationstechnologie MAIT am Freitag in New Delhi mitteilte, werde der preisgünstige Volks-Computer mit dem Namen "Simputer" demnächst in Produktion gehen. "Das Produkt ist in der Test-Phase und wird in wenigen Wochen für den Start fertig sein", sagte MAIT-Präsident Hemant Bharat Ram, der jedoch keine näheren Informationen geben wollte.

Die indische Nachrichtenagentur PTI meldete unterdessen, dass der Computer voraussichtlich weniger als 9000 Rupien (rund 430 Mark) kosten solle. Der "Simputer" werde mit Linux-Software und einem eingebauten Modem für die Internet-Nutzung ausgestattet sein, zitierte PTI den stellvertretenden Chef von MAIT, Vinay Deshpande. Experten gehen davon aus, dass das Niedrigpreis-Angebot die Nachfrage nach Computern rasch in die Höhe treiben wird. Der Durchschnittsverdienst in Indien liegt bei etwa 1 $ (knapp 2,15 Mark) pro Tag.

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