Singulus auf der Verliererseite
Neuer Markt gibt nach

Nach Bekanntgabe der Neun-Monats-Zahlen mussten vor allem Singulus-Aktionäre herbe Kurs-Rückschläge hinnehmen.

Reuters FRANKFURT. Belastet von einer schwachen US-Technologiebörse Nasdaq hat der Frankfurter Neue Markt am Montag nachgegeben. Der alle Werte des Segments umfassenden Nemax-All-Share-Index verlor bis zum frühen Abend rund ein Prozent auf 4 379,86 Zähler. Der Nemax-50 der wichtigsten Werte des Segments gab 0,71 Prozent auf 4 730,54 Zähler ab. "Es ist derzeit einfach keiner bereit, Positionen einzugehen", sagte ein Händler. Der Markt sei von Einzelwerten geprägt und die Nasdaq drücke auf die Stimmung. Der Nasdaq-Composite-Index lag am frühen Abend (MEZ) 2,4 Prozent im Minus bei 3 198 Punkten.

Auf der Verliererseite am Neuen Markt standen die Titel der Singulus Technologies AG, die nach Bekanntgabe der Neun-Monats-Ergebnisse über 16 Prozent auf 50,10 Euro abgaben. Die Zahlen an sich seien in Ordnung gewesen, sagte ein Händler. Aber die schlechter als erwarteten Auftragseingänge und der nicht ganz so gute Ausblick wirke sich neben Gewinnmitnahmen negativ auf den Kurs des Herstellers von Produktionsanlagen für optische Speichermedien aus. Die DG Bank stufte die Singulus-Aktie wegen rückläufiger Auftragseingänge auf "Reduzieren" zurück.

Auch der Kurs der Norcom Information Technologies AG gab nach und verlor mehr als zwölf Prozent, obwohl die vorgelegten Quartalszahlen nach Angaben von Händlern im Rahmen der Erwartungen gelegen hatten. Händler zeigten sich angesichts der Talfahrt der Aktie ratlos.

Aktionäre der Internet-Media AG-House zeigten sich von der angekündigten Restrukturierung des Unternehmens wenig angetan. Die Papiere verloren über elf Prozent auf 8,65 Euro.

Gigabell vom Handel ausgesetzt

Charttechnik trieben die Aktien von Management Data zu Kursgewinnen von über 16 Prozent auf sieben Euro. Es handele sich dabei um eine technische Gegenreaktion auf die jüngsten Kursverluste, sagten Händler. Ein weiterer Faktor sei die Marktenge des Papiers. Die Aktie war am 19. Oktober auf ein Jahrestief von 4,50 Euro gefallen.

Vom Handel ausgesetzt wurden die Aktien der Gigabell AG. Nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters Dirk Pfeil wird das Insolvenzverfahren voraussichtlich im November beginnen. Am Mittag hatte die seit kurzem unter Jippii firmierenden finnische Saunalahti bekannt gegeben, Anteile am operativen Geschäft von Gigabell für fünf Millionen Euro zu erwerben. Dabei werde man keinerlei kurz- oder langfristigen Schulden übernehmen, hieß es.

Die Aktien des Börsenneulings Camelot sind mit 8,50 Euro auf dem Niveau ihres Ausgabepreises in den Handel gestartet. Im weiteren Handelsverlauf kletterten die Titel des Anbieters von Call-Center-Dienstleistungen auf 9,35 Euro.

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