Sinkende Verbraucherausgaben als Belastung
US-Finanzminister will mit Maßnahmepaket Wirtschaft ankurbeln

In "sieben bis zehn Tagen" will die US-Regierung ein Paket fiskalischer Maßnahmen zur Stimulierung der Wirtschaft des Landes veröffentlichen. Diese Ankündigung machte Finanzminister Paul O'Neill am späten Montagabend in Washington.

ddp/vwd WASHINGTON/SINGAPUR. Die Terroranschläge hätten die Wirtschaft "gewaltig" getroffen. Die Volkswirte seien sich einig, dass die Ereignisse die Erholung des Wirtschaftswachstums gegenüber den bisherigen Prognosen um ein Quartal verzögern dürften. Gleichzeitig betonte O'Neill, er rechne weiterhin damit, dass im kommenden Jahr ein Wachstum von mehr als 3 % erreicht wird.

Allerdings wäre die US-Wirtschaft nach Einschätzung von J.P. Morgan auch ohne die Terroranschläge vom 11. September in der zweiten Jahreshälfte in eine Rezession gerutscht. Die Abwärtsdynamik habe sich schon früher aufgebaut, sagte David Fenandez, Leiter der Abteilung Asiatische Kreditmärkte von J.P. Morgan, am Dienstag in einer Telefonkonferenz mit Mitgliedern der amerikanischen Handelskammer in Singapur. Als größte Belastung für das Wirtschaftswachstum würden sich die sinkenden Verbraucherausgaben erweisen.

Fernandez schätzt, dass allein dieser Posten im dritten Quartal einen vollen Prozentpunkt vom Bruttoinlandsprodukt (BIP) kosten wird. Die Prognose von J.P. Morgan für das US-BIP lautet auf einen Rückgang von 1,0 % im dritten und von 1,5 % im vierten Quartal sowie von 0,5 % im ersten Quartal 2002. Für das Gesamtjahr 2002 rechnen die Volkwirte wieder mit einem Wachstum des US-BIP von 3 bis 4 %.

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