Sinkende Verbraucherpreise
Teuerungsrate gesunken

Die vorläufigen Verbraucherpreise aus den Bundesländern für den Monat Juni dürften nach Ansicht von Ökonomen eine weitere Entspannung bei der Preisentwicklung zeigen.

vwd FRANKFURT/MAIN. So erwarten die von vwd befragten Analysten im Mittel für die ab Montag zur Veröffentlichung anstehenden Daten - hochgerechnet auf das gesamte Bundesgebiet - ein im Monatsabstand unverändertes Preisniveau. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich daraus eine Teuerungsrate von nur noch 1,0 %. Im Mai war das Preisniveau im Vergleich zum Vormonat ebenfalls unverändert, während sich die Jahresrate auf plus 1,1 % belaufen hatte.

Die Volkswirte der Commerzbank erwarten im Juni im Vergleich zum Vormonat sogar um 0,1 % sinkende Verbraucherpreise. Die Veränderungsrate zum Vorjahr beziffern sie auf plus 0,8 %. Dennoch sehen sie durchaus unterschiedliche Entwicklungen. So werden die Preise für Heizöl und Kraftstoffe nach Ansicht der Ökonomen wegen der nachgebenden Rohölnotierungen weiter fallen. Dagegen dürfte bei den Nahrungsmittelpreisen die Abwärtskorrektur nach dem witterungsbedingten Anstieg zum Jahresanfang beendet sein.

Nach Ansicht von Bernd Weidensteiner (DZ Bank) ist derzeit in Deutschland trotz der so genannten "Teuro"-Debatte kein Inflationsdruck festzustellen. Als Juni-Prognosen nannte er ein Plus von 0,1 % im Monatsabstand und einen Anstieg auf Jahressicht von 1,1 %. Einerseits wirke die Stabilisierung am Ölmarkt im Monatsvergleich preisdämpfend, erläuterte der Volkswirt seine Prognose. Auch der Kursanstieg des Euro habe über eine Entlastung der Importpreise entspannend gewirkt. Auf der anderen Seite fielen nun die statistischen Basiseffekte heraus, die in den zurückliegenden Monaten für eine stark zurückgehende Jahresrate gesorgt hatten.

Die Jahresrate wird Weidensteiner zufolge allenfalls moderat zulegen. Gegen Jahresende werde sie höchstens bei 1,2 % oder 1,3 % liegen. In den kommenden sechs Monaten werde von deutscher Seite kein wesentlicher Preisdruck kommen, fügte der DZ-Bank-Experte mit Blick auf die Zinspolitik der EZB hinzu.

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