Archiv
Sinkende Vorräte treiben Ölpreis

Ein deutlicher Rückgang der US-Heizöl- und Dieselvorräte hat die Ölpreise am Mittwoch kräftig anziehen lassen.

Reuters LONDON. Für ein Barrel (knapp 159) Liter der führenden Nordsee-Ölsorte Brent zur Lieferung im Januar wurden im Londoner Nachmittagshandel mit 25,33 Dollar 48 US-Cent mehr als am Vortag bezahlt.

Händlern zufolge beobachtet der Markt die Entwicklung der Heizöl- und Dieselvorräte in den Wintermonaten besonders kritisch, weil diese als Barometer für die gesamte Ölnachfrage gelten. Das American Petroleum Institute (API) hatte in der Nacht zum Mittwoch berichtet, die Vorräte der USA an Heizöl und Diesel hätten in der Woche zum 22. November deutlich abgenommen und die Rohölbestände seien leicht gesunken.

Darüber hinaus werde der Ölpreis weiterhin von der Furcht vor einem militärischen Eingreifen der USA in Irak gestützt, hieß es im Handel. Vier Jahre nach ihrem Abzug hatten die Uno-Waffeninspektoren am Mittwoch mit der Suche nach Massenvernichtungswaffen begonnen.

Die Nachricht vom Rückgang der US-Ölvorräte kam nur Stunden nach der Forderung von Opec-Generalsekretär Alvaro Silva, die Mitglieder des Ölkartells sollten die hohe Überproduktion rasch korrigieren, bevor die Nachfrage nach dem Winter wieder nachlässt. Seit Anfang Oktober hat die enorme Überproduktion der Opec-Länder die Ölpreise um etwa 15 Prozent gedrückt. Nach einer Reuters-Umfrage lag die Opec-Ölproduktion im vergangenen Monat mehr als drei Millionen Barrel pro Tag über der im Januar festgelegten Förderquote von 21,7 Millionen Barrel pro Tag. In Opec-Kreisen hieß es dazu, die Organisation Erdöl exportierender Länder werde bei ihrer Konferenz am 12. Dezember über Maßnahmen gegen die Quotenüberschreitung der Mitgliedsländer beraten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%