Sinner-Schrader AG mit minus 33 % größter Verlierer
Neuer Markt setzt Talfahrt fort

Zu Handelsbeginn hat der Neue Markt mit Minus 3 % erneut schwächer eröffnet. Nach den US-Vorgaben fehle den Anlegern trotz niedriger Kurse der Mut, am Neuen Markt einzusteigen, sagte ein Händler.

rtr FRANKFURT. Der Neue Markt ist nach den schweren Verlusten der Vortage am Mittwoch abermals rund 3 % leichter in den Handel gestartet und hat damit seine Talfahrt fortgesetzt. Händler erklärten die Verluste mit den sehr schwachen Vorgaben von der US-Technologiebörse Nasdaq. "Die Nasdaq war extrem schlecht", sagte ein Händler, "viel schlechter als wir es erwartet hatten". Die amerikanische Computerbörse hatte am Dienstag mit einem Verlust von 6,17 % bei 1 673 Punkten geschlossen - dem tiefsten Stand seit über zwei Jahren. Es fehle den Anlegern am deutschen Markt nach den US-Vorgaben der Mut, selbst bei den aktuell sehr niedrigen Kursen einzusteigen, sagte ein Händler.

Der alle Werte umfassende Nemax-All-Share-Index gab 2,77 % auf 1 446 Punkte ab, die im Nemax-50 zusammengefassten Blue Chips verloren 3,13 % auf 1 264 Zähler. Am Vortag hatten beide Indizes des Wachstumssegmentes nach panikartigen Verkäufen kräftig nachgegeben und waren auf neue Tiefststände gefallen. Der Auswahlindex hatte fast 9 %, der All-Share-Index rund 7,3 % verloren.

Größter Verlierer am Neuen Markt war in den ersten Handelsminuten die Sinner-Schrader AG, deren Aktien zeitweise rund 33 % auf ein neues Jahrestief von 2,41 ? einbüßten. Der IT-Dienstleister hatte am Dienstag auf Basis vorläufiger Zahlen einen Umsatzrückgang im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2000/2001 bekannt gegeben. Unter Verkaufsdruck standen im frühen Handel auch die Papiere des Softwareanbieters Telesens-KSCL. Die Titel verloren über 14 % auf ein neues Jahrestief von 6,60 ?, obwohl das Bankhaus HSBC Trinkhaus & Burkhardt die Bewertung der Aktien zuvor auf "Add" von "Reduce" angehoben hatte. Auch ACG gerieten mit einem Minus von 13,3 % auf 14,00 Euro stark unter Druck. Die Staatsanwaltschaft Landshut hatte am Dienstag die Geschäftsräume des Chipkartenbrokers durchsucht. Die Aktion war Bestandteil eines europaweiten Ermittlungsverfahrens, bei dem ACG aber selbst nicht beteiligt sein soll.

Auf der Gewinnerseite präsentierte sich die On AG, -Vista deren Anteilsscheine sich um 5 % verteuerten. Das Unternehmen wird am Mittwoch auf seiner Bilanzpressekonferenz nähere Einzelheiten zum abgelaufenen Geschäftsjahr bekannt geben. Um über 11 % zulegen konnten auch die Titel der Teldafax AG. Der Mehrheitsaktionär World Access hatte angekündigt, die Schulden der von der Insolvenz bedrohten Teldafax übernehmen zu wollen.

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