Sinnvolle Ergänzung zum Worl Wide Web
Sprache als perfektes Medium

Sprachportale werden das World Wide Web nicht ersetzen - schließlich ist auch das Bild von zentraler Bedeutung für die Informationsvermittlung. "Aber wenn ich weiß, was ich will, ist Sprache das perfekte Medium", erklärt IBM-Manager Güntzler.

WiWo/ap FRANKFURT. Sprachportale haben nach den Worten des Clarity-Chefs Pfeiffers den Vorteil, dass das Telefon nahezu der gesamten Bevölkerung rund um die Uhr zur Verfügung steht. Das Internet hat aber bisher nur etwa ein Drittel der Bevölkerung erreicht und kann vielfach auch nicht ständig genutzt werden.

Zur Verbindung der einzelnen Bausteine hat Clarity einen "Dialog-Manager" entwickelt, der erkennt, wann das System eine Eingabe erwartet und wann es etwas vorlesen soll. Die Sprachportal-Lösung wird Unternehmen angeboten, die damit gleichzeitig mehrere tausend Anfragen bewältigen können. Zu den Kunden gehören Firmen wie Lufthansa, Volkswagen, T-Mobil oder die Deutsche Welle.

Zurzeit seien bei Clarity zehn Sprachportal-Projekte in Arbeit, sagt Pfeiffer. "Da entstehen völlig neue Geschäftsmodelle und zur Jahresmitte wird es einige interessante Dinge geben." Einzelheiten will der Clarity-Vorstandschef noch nicht verraten. Seit Oktober vergangenen Jahres hat das Unternehmen nach Angaben ihres Gründers so viele Aufträge erhalten, dass die Zahl der Mitarbeiter binnen Jahresfrist auf 55 verfünffacht wurde. Die Umsätze erreichten im vergangenen Jahr etwa 3,1 Millionen Euro, für dieses Jahr erwartet Pfeiffer deutlich mehr als 5 Millionen Euro für die Gesellschaft, deren Kapitalmehrheit vom eigenen Management gehalten wird.

Als interessantes Nebenprodukt bietet Clarity demnächst auch eine Sprachportal-Lösung für die private Nutzung an. Das Clarity Voice Office verbindet den heimischen Telefonanschluss mit einer Excel-Tabelle oder Access-Datenbank auf der Festplatte und ermöglicht telefonische Abfragen dieser Daten. Das Paket soll im zweiten Quartal auf den Markt kommen und je nach Vertriebsfirma voraussichtlich weniger als 1.000 Euro kosten. Für Pfeiffer Beweis dafür, wie einfach sich Sprachapplikationen bauen lassen: "Schon in etwa fünf Jahren werden wir etliche private Voice-Pages erleben", sagt er.

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