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Sitte geht für die PDS erneut ins Rennen

Die PDS-Politikerin Petra Sitte gehört mit ihren 41 Jahren bereits zum Urgestein des Magdeburger Landtages. Seit 1990 ist die Hallenserin, die sich einmal als "geborene Genossin" bezeichnete, Abgeordnete und Fraktionschefin der Linkssozialisten.

dpa MAGDEBURG. Als Spitzenkandidatin tritt sie am 21. April zum dritten Mal an. Nachdem sie anfangs noch Probleme hatte, aus dem Schatten des früheren Landesvorsitzenden und heutigen Bundestagsfraktionschefs Roland Claus zu treten, ist sie heute in ihrer Funktion unumstritten. Sitte gehört zu den Reformern innerhalb der PDS und gilt als Realpolitikerin. Sie ist eine maßgebliche Protagonistin des seit 1994 in Sachsen-Anhalt praktizierten "Magdeburger Modells", in dem die PDS zunächst eine rot-grüne, seit 1998 eine SPD-Minderheitsregierung tolerierte.

Dabei musste sich Sitte zumindest in den ersten Jahren gegen starke Kräfte in der Partei behaupten, die lieber eine Total - Opposition als eine Zusammenarbeit mit der SPD gesehen hätten. Seit geraumer Zeit plädiert Sitte für eine Koalition mit der SPD und forderte die Sozialdemokraten mehrfach zu einer klaren Koalitionsaussage auf.

Sitte wurde am 1. Dezember 1960 in Dresden geboren. Sie studierte Ökonomie (Volkswirtschaft), machte das Diplom und promovierte. 1979 trat sie in die SED ein und war 1988/89 zweite Sekretärin der FDJ- Kreisleitung der Universität in Halle. Nach dem Ende der SED trat sie der PDS bei und zog 1990 bei der ersten Landtagswahl ins Parlament ein. Die frühere DDR-Leistungsschwimmerin ist ledig. In ihrer Freizeit fährt sie gerne Rad.

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