"Situation falsch eingeschätzt"
"ran" bald auf neuem Sendeplatz

SAT.1 wird seine Fußballsendung "ran" vermutlich vom 8. September an zu einem früheren Termin ausstrahlen. "Aus unserer Sicht würde der 8. September Sinn machen", sagte der Chef der ProSiebenSAT.1 Media AG, Urs Rohner, der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstag-Ausgabe).

dpa HAMBURG/MÜNCHEN. Man wolle in den laufenden Gesprächen mit der Kirch-Gruppe und dem Deutschen Fußball-Bund eine "schnelle Lösung" finden. Zum neuen Sendebeginn von "ran" - im Gespräch sind 18.30 und 19.00 Uhr - und der Dauer der Show wollte sich Rohner nicht konkret äußern. Zwischen dem 19. August und dem 8. September hat die Bundesliga Pause.

Rohner räumte ein, die Situation falsch eingeschätzt zu haben. "Auch ich war überzeugt, dass "ran" um 20.15 Uhr in Deutschland funktioniert", sagte der Konzernchef. Die Verluste für SAT.1 durch die schlechten "ran"-Quoten in den ersten drei Wochen nannte Rohner "marginal". "Wir haben bei SAT.1 noch keinen Werbekunden verloren." Als Inhaber der TV-Bundesligarechte zeigt die Kirch-Gruppe, zu der die ProSiebenSAT.1 Media AG gehört, die Spiele im Pay-TV-Sender Premiere World und bei SAT.1.

SAT.1 hat in den ersten sechs Monaten dieses Jahres deutliche Einbußen erlitten, wie die ProSiebenSAT.1 Media AG am Dienstag in ihrem Halbjahresbericht in München mitteilte. Der Berliner Sender rutschte mit einem Verlust vor Steuern in Höhe von 18 Mill. Euro deutlich in die roten Zahlen. Die Umsätze sanken um 46 Mill. auf 431 Mill. Euro. Schuld an den Umsatzeinbußen sei der Verlust eines wichtigen Werbekunden, hieß es. Dagegen verbesserte der Münchner Sender ProSieben den Umsatz um fünf Prozent auf 439 Mill. Euro und das Vorsteuerergebnis um zehn Prozent auf 147 Mill. Euro. Zuglich senkte die ProSiebenSAT.1 Media AG angesichts der Flaute auf dem Werbemarkt die Ergebnisprognose für dieses Jahr.

Schlechter lief es auch für die ebenfalls zum Konzern gehörenden Sender Kabel 1 und den Nachrichtenkanal N24. Kabel 1 verbuchte bei nahezu stagnierenden Umsätzen einen Ergebnisrückgang vor Steuern von 27 auf 18 Mill. Euro. Beim Nachrichtenkanal N24 stiegen die Verluste vor Steuern von 15 auf 20 Mill. Euro.

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