Situation in Kaschmir spitzt sich weiter zu
Annan und Powell rufen zu Besonnenheit auf

Die internationale Gemeinschaft bemüht sich weiter, einen drohenden Krieg zwischen den Atommächten Indien und Pakistan abzuwenden. US-Außenminister Colin Powell und UN-Generalsekretär Kofi Annan riefen die indische und die pakistanische Führung zur Besonnenheit auf.

ap NEU DELHI. Es müsse jede Anstrengung unternommen werden, um eine ruhigere Atmosphäre zu schaffen, schrieb Annan in Briefen an die Regierungen beider Seiten. Zuvor hatte bereits das britische Außenministerium die Konfliktparteien zu Zurückhaltung aufgefordert.

Indien und Pakistan hatten am Mittwoch selbst Initiativen angedeutet, den jahrelangen Kaschmir-Konflikt diplomatisch zu entschärfen. Anfang Januar werden sich der indische Ministerpräsident Anwar Vajpayee und der pakistanische Präsident Pervez Musharraf zusammen mit fünf weiteren südostasiatischen Führern zu einem Gipfeltreffen in Nepal treffen, bestätigte der indische Außenminister Jaswant Singh. Das indische Kabinett prüfe bis Donnerstag auch noch andere diplomatische Optionen, sagte er in Neu-Delhi.

Seit dem Überfall auf das indische Parlament vom 13. Dezember hat Indien seine Truppen an den Grenzen zu Pakistan verstärkt. Die Regierung in Neu-Delhi macht den pakistanischen Geheimdienst ISI und militante Organisationen für den Angriff verantwortlich, bei dem 14 Menschen ums Leben kamen.

Pakistan hat die Vorwürfe zurückgewiesen; die Regierung fror jedoch das Vermögen von zwei verdächtigen Gruppen ein und nahm einen ihrer Anführer vorübergehend fest. Die USA froren am Mittwoch die Guthaben der Organisationen Jaish-e-Mohammed und Lashkar-e-Tayyaba ein, teilte Außenminister Colin Powell mit. Die Gruppen versuchten, Frieden und Stabilität in Südostasien zu untergraben und die Beziehungen zwischen Indien und Pakistan zu zerstören, erklärte er. Später beschloss auch der UN-Sicherheitsrat ein Einfrieren der Guthaben der Lashkar-e-Tayyaba.

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