"Situation nach Angriffen deutlich schwieriger"
Wachsende Sorge um "Shelter Now"-Mitarbeiter

Nach den Angriffen der USA in Afghanistan wächst die Sorge um die dort gefangenen acht "Shelter Now"-Mitarbeiter, unter denen auch vier Deutsche sind. Die Situation sei "deutlich schwieriger geworden", sagte Joachim Jäger, stellvertretender Vorsitzender der Organisation in Deutschland, am Montag in Braunschweig.

afp BRAUNSCHWEIG. "Wir befürchten, dass die Gefahr für unsere Mitarbeiter zunimmt." Seit Beginn der Angriffe auf Ziele in Afghanistan gebe es Kontakt mit dem Auswärtigen Amt in Berlin, sagte Jäger. Es könnten aber noch keine weiteren Auskünfte dazu gegeben werden.

Mit Blick auf die Luftangriffe sagte Jäger, er hoffe "bei allem, was passiert, dass immer daran gedacht wird, dass unsere Leute dort sind". Auch die Familien der deutschen "Shelter Now"-Mitarbeiter seien sehr besorgt und hofften, dass diese unverletzt bleiben. Die Taliban hatten vor Beginn der Angriffe versucht, die ausländischen "Shelter Now"-Mitarbeiter als Faustpfand einzusetzen. Die acht Gefangenen würden freigelassen, falls Washington seine "massiven Drohungen" gegen Afghanistan stoppe, hatte Taliban-"Außenminister" Mohammed Wakil Achmed Mutawakel am Wochenende gesagt. Die USA lehnten dies ab.

Die vier Deutschen, zwei Australier und zwei US-Bürgerinnen sitzen seit Anfang August in Haft. Sie stehen in Kabul unter dem Vorwurf der christlichen Missionierung vor Gericht. Ihnen droht die Todesstrafe.

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