Skandale und Entgleisungen
Japans Premier Mori übersteht Misstrauensantrag

Politische Beobachter halten es für wahrscheinlich, dass Mori wie von den Medien seit längerem vorhergesagt, noch in diesem oder Anfang kommenden Monats zurücktreten wird.

dpa-afx TOKIO. Der angeschlagene japanische Ministerpräsident Yoshiro Mori hat am Montag einen Misstrauensantrag der Opposition überstanden. Erwartungsgemäß stimmten die drei Regierungsparteien mit ihrer Mehrheit im Unterhaus gegen den Antrag der Opposition. Für den Antrag im 480 Sitze zählenden Unterhaus stimmten 192 der Abgeordnete, dagegen 274. Trotz des abgewehrten Misstrauensantrages steht Mori jedoch auch im eigenen Lager unter wachsendem Rücktrittsdruck.

Seine Zustimmungswerte in der Bevölkerung sind unter anderem nach einer Reihe verbaler Entgleisungen und parteiinterner Skandale inzwischen unter zehn Prozent gesunken. Innerhalb des Regierungsbündnisses aus Moris LDP, der Komeito und den Konservativen wird Medienberichten zufolge gefürchtet, dass das Regierungslager mit Mori an der Spitze bei den Oberhauswahlen im Juli verlieren wird.

Politische Beobachter halten es für wahrscheinlich, dass Mori wie von den Medien seit längerem vorhergesagt, noch in diesem oder Anfang kommenden Monats zurücktreten wird. Mitte des Monats kommt Moris Partei der Liberaldemokraten (LDP) zu einem Parteitag zusammen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%